Lebensfreundliche Zone Drei bewohnbare Planeten umkreisen Sonnen-Nachbarn

Gibt es Leben in unserer kosmischen Nachbarschaft? Astronomen haben bei einem nahen Stern drei Gesteinsplaneten entdeckt, die in der bewohnbaren Zone liegen.

Rory Barnes

Garching/Göttingen - Bei einem Nachbarstern unserer Sonne haben Astronomen ein Planetensystem mit mindestens sechs Planeten nachgewiesen. Drei davon liegen in der potentiell bewohnbaren Zone ihres Heimatsterns, wie die Universität Göttingen und die Europäische Südsternwarte Eso in Garching bei München berichten.

Alle Planeten seien Super-Erden, sie seien deutlich massereicher als die Erde. Das Planetensystem von Stern Gliese 667C GJ, etwa 22 Lichtjahre entfernt, sei das erste Beispiel für ein System, in dem ein massearmer Stern mehrere Gesteinsplaneten in der lebenskompatiblen Zone beherberge, auf denen möglicherweise Wasser vorkomme.

"Planeten, die nahe um solche Sterne kreisen, sind sehr heiß und es ist unwahrscheinlich, dass sie bewohnbar sind", sagt Studienautor Guillem Anglada-Escudé von der Universität Göttingen. Nahe kühlerer Sterne wie GJ 667C hingegen sei Leben möglich: "Hier befindet sich die habitable Zone viel näher am Stern als es für unsere Sonne der Fall ist", sagt der Forscher.

Die Astronomen hatten Beobachtungen des Sterns Gliese 667C mit verschiedenen Instrumenten kombiniert und analysiert. Bei dem 22 Lichtjahre entfernten Stern waren zuvor bereits drei Planeten gefunden worden, einer davon in der bewohnbaren Zone, wo Wasser flüssig wäre. Die Arbeit soll im Fachjournal "Astronomy & Astrophysics" veröffentlicht werden. Auch im Umfeld von Nachbarstern Gliese 582 hatten Forscher bereits lebensfreundliche Planeten entdeckt.

Anzeichen für Leben gibt es auf den Planeten aber nicht. Für einen Nachweis seien neue Teleskope notwendig, sagen Astronomen. Die Nasa hat beschlossen, im Jahr 2017 eine Sonde namens "Tess" ("Transiting Exoplanet Survey Satellite") ins All zu schicken. Sie soll gezielt Exoplaneten in unserer näheren Umgebung aufspüren. Die könnte sich ab 2018 dann das "James Webb Space Telescope" mit seinem Spektrometer vornehmen - es soll die Atmosphären von Planeten auf Lebensspuren analysieren.

boj/dpa

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insgesamt 299 Beiträge
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Seite 1
alexander_klein 25.06.2013
1.
Vielleicht sollte einfach mal jemand hinfliegen und nachsehen.
Layer_8 25.06.2013
2. Gliese 667 A, B, c
Zitat von sysopRory BarnesGibt es Leben in unserer kosmischer Nachbarschaft? Astronomen haben bei einem nahen Stern drei Gesteinsplaneten entdeckt, die in der bewohnbaren Zone liegen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/nachbarstern-besitzt-drei-potenziell-bewohnbare-planeten-a-907727.html
Dies ist wohl ein Prima Beispiel für ein gebundenes System mit sehr vielen sehr unterschiedlichen Konstituenten. Was der Elektromagnetismus in der Chemie bewirken kann (Moleküle), macht das hier die Gravitation
Holledauer 25.06.2013
3. Dieses Wissen ist ja ganz nett,
bringt uns Erdenbewohner aber überhaupt nichts, außer den Forschern, welche jetzt Argumente für noch teureres Equipment haben, welches mit Sicherheit bewilligt werden wird, denn dies sei ja überlebensnotwendig für uns. Mal gespannt, wann die nächste neue Sau durchs Dorf getrieben wird!
critique 25.06.2013
4. warum in die Ferne schweifen
wenn wir es noch nicht einmal schaffen, einen Fuß auf den Mars zu setzen. Ob ich DAS noch erleben werde in den nächsten 50 Jahren?
fuddles 25.06.2013
5. optional
Moleküle und Sonnensysteme. Sind doch ein und das selbe. Nur sehen wir die kleinen Aliens auf den Molekülen nicht, weil viel zu klein ;) http://htwins.net/scale2/
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