Nachschub für die ISS: Raumfahrer freuen sich auf den Obst-Kurier

Start ohne Probleme: Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hat ein unbemannter "Progress"-Transporter zur Internationalen Raumstation abgehoben. Die Crew kann ihn ab dem Wochenende ausräumen.

"Progress"-Transporter auf dem Weg zur ISS: Mehr als 2,5 Tonnen Fracht an Bord Zur Großansicht
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"Progress"-Transporter auf dem Weg zur ISS: Mehr als 2,5 Tonnen Fracht an Bord

Moskau - Zum ersten Mal in diesem Jahr hat Russland einen unbemannten Raumtransporter vom Typ "Progress" mit Nachschub für die Internationale Raumstation ISS ins All geschossen. Das Versorgungsschiff hat mehr als 2,5 Tonnen Fracht für die sechs Raumfahrer auf der ISS an Bord.

Die "Sojus"-Trägerrakete sei planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben, teilte das Flugleitzentrum bei Moskau nach Angaben der Agentur Itar-Tass in der Nacht zum Donnerstag mit. Der "Progress"-Transporter solle nun am Samstagmorgen die ISS erreichen.

Die russischen Transportsysteme stehen derzeit unter besonderer Beobachtung. Roskosmos übernimmt nach dem Ende des US-Shuttleprogramms den gesamten Astronautentransport und einen Großteil der Frachtversorgung. Nach zahllosen fehlerfreien Einsätzen war ein unbemannter "Progress"-Transporter aber im vergangenen August abgestürzt. Es gab Problemen mit der dritten Raketenstufe. Danach waren die "Sojus"-Starts für einige Zeit ausgesetzt worden. Bei den nachfolgenden Starts war dann wieder alles glatt gegangen, so wie es auch diesmal der Fall war.

Der "Progress"-Frachter bringt unter anderem 789 Kilogramm Treibstoff, 420 Kilogramm Wasser, 304 Kilogramm Lebensmittelkonserven, frisches Obst und Gemüse sowie Sauerstoff, Ersatzteile, wissenschaftliche Geräte, Verbrauchsmaterial und Post für die sechsköpfige ISS-Besatzung in die Umlaufbahn.

Auf dem Außenposten der Menschheit in 350 Kilometern Höhe arbeiten derzeit die russischen Kosmonauten Oleg Kononenko, Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin, die US-Astronauten Daniel Burbank und Donald Pettit sowie der Niederländer André Kuipers.

Vor rund zwei Wochen gab es größere Aufregung für die Crew, als sich die Station mit einem Ausweichmanöver vor Weltraumschrott in Sicherheit bringen musste. Das Wrackteil eines privaten Telekommunikationssatelliten hatte die Größe eines Tennisballs und hätte auf der Station schwere Schäden anrichten können.

chs/dpa/dapd

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