Nachschub für ISS: Pendelverkehr ins Weltall wieder gestartet

Die Zwangspause ist beendet: Nach dem Absturz einer Rakete im August ist ein russischer Weltraumfrachter erfolgreich zur ISS-Station gestartet. Astronauten dürfen sich neben Nachschub auch auf Post freuen.

Sojus-Kapsel an der Internationalen Raumstation: Probleme behoben? Zur Großansicht
AP / NASA

Sojus-Kapsel an der Internationalen Raumstation: Probleme behoben?

Der Pendelverkehr zwischen Erde und Internationaler Raumstation ISS ist wieder eröffnet. Der Absturz einer Sojus-Rakete am 24. August hatte den Weltraumbetrieb unterbrochen. Doch am Sonntag ist nun der russische Weltraumfrachter "Progress M-13M" mit 2,6 Tonnen Nachschub vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan zur Station gestartet, teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit. Die Ankopplung an die ISS ist für Mittwoch geplant.

"Progress M-13M" bringt unter anderem 828 Kilogramm Treibstoff, 420 Kilogramm Wasser, 316 Kilogramm Lebensmittelkonserven und frisches Obst und Gemüse sowie Sauerstoff, wissenschaftliche Geräte und Ersatzteile zur Raumstation. Die drei Forscher auf der ISS dürfen sich zudem auf Post von ihren Familien freuen.

Damit kehrt wieder Normalität im ISS-Fahrplan ein. Die Russen hatten nach dem Sojus-Crash, der durch einen Fehler in der dritten Antriebsstufe verursacht wurde, ein zeitweiliges Startverbot für die an sich sehr zuverlässige Rakete verhängt. 18 Antriebswerke wurden zur Inspektion und zu zusätzlichen Tests in das "Progress"-Herstellerwerk in Samara an der Wolga geschickt.

Crew bald wieder vollzählig

Roskosmos machte dann zwei erfolgreiche unbemannte Sojus-Starts für die Wiederaufnahme der bemannten Missionen zur Bedingung - das hat nun geklappt. Bereits am 3. Oktober war eine Sojus-Rakete vom nordrussischen Militärkosmodrom Plessezk problemlos mit einem Satelliten des Weltraumnavigationssystems Glonass aufgestiegen.

Schon am 14. November sollen nun zwei Russen und ein Amerikaner mit ihrem Raumschiff "Sojus TMA-22" zur Station fliegen, in der derzeit eine dreiköpfige Mindestbesatzung Dienst tut. Damit hätte die ISS-Stammcrew wieder ihre Soll-Stärke von sechs Mitgliedern.

In den vergangenen Monaten war nach mehreren Unfällen die Zuverlässigkeit der russischen Raumfahrt in Frage gestellt worden. Zuletzt hatte der Absturz einer unbemannten Sojus-Rakete am 24. August für Schlagzeilen gesorgt.

boj/dapd

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Weltall
RSS
alles zum Thema Sojus
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren
Fotostrecke
"Sojus"-Crash: Europa fordert Aufklärung