Nachschub für die ISS: Weihnachten im All kann kommen

Drei neue Raumfahrer sind auf der Internationalen Raumstation angekommen - mit Weihnachtsgeschenken im Gepäck. Auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt.

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AP / Nasa / Bill Ingalls

Neue ISS-Besatzung: "Alles verlief völlig normal nach Plan"

Moskau - Die Besatzung der Internationalen Raumstation ist wieder komplett. Ein "Sojus"-Transporter hat die beiden Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin sowie den US-Amerikaner Kevin Ford ohne Probleme ins All gebracht. "Alles verlief völlig normal nach Plan", sagte Flugleiter Alexej Krasnow von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

Damit hat die ISS rund 415 Kilometer über der Erde wieder ihre Sollstärke von sechs Raumfahrern erreicht. Dort arbeiten außerdem der Japaner Akihiko Hoshide, die US- Amerikanerin Sunita Williams und der Russe Juri Malentschenko.

Der "Sojus"-Frachter hatte unter anderem Weihnachtsgeschenke für die Crew mit an Bord. Daneben brachte die am Dienstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartete Fähre auch Forschungsgeräte für neue Experimente ins All. Für ein bisschen Abwechslung in der knapp bemessenen Freizeit der Raumfahrer soll ein elektronisches Mini-Klavier sorgen, das man ebenfalls in dem engen "Sojus"-Schiff verstaut hat.

Viel Eingewöhnungszeit haben die Neuankömmlinge im All nicht. Bereits am Sonntag muss das kommerzielle US-Raumschiff "Dragon" auf die Rückreise zur Erde geschickt werden. Am kommenden Mittwoch soll dann ein unbemanntes "Progress"-Raumschiff mit 2,5 Tonnen Nahrungsmitteln, Treibstoff und alltäglichen Dingen für die Crew zur ISS fliegen, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit.

Auf die neue ISS-Crew wartet auch danach ein umfangreiches Arbeitsprogramm - und schließlich eine Weihnachtsfeier im All. Die beiden Russen und der Amerikaner bleiben etwa 140 Tage im Orbit. Dagegen kehren Williams, Hoshide und Malentschenko am 12. November zur Erde zurück und feiern den Jahreswechsel mit ihren Familien.

Im Unterschied zu allen anderen Raumschiffen hob die "Sojus" am Dienstag nicht von jener Rampe ab, von der Jurij Gagarin 1961 als erster Mensch ins All geflogen war. Der historische Startplatz wird modernisiert. Zum ersten Mal seit der ISS-Nutzung war diesmal die Rakete mit dem Raumschiff von Startplatz 31, einem Nachbau der "Gagarin-Rampe", losgeflogen.

chs/dpa/dapd

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