Mars-Fahrzeug "Curiosity" Nasa bereitet sich auf schwierige Landung vor

Am 6. August soll die teuerste Mars-Mission auf dem Roten Planeten beginnen. Doch die Landung des Nasa-Roboters "Curiosity" wird alles andere als gemütlich. Wenn die Technik oder das Wetter nicht mitspielen, könnte das Vorhaben scheitern, ehe es richtig begonnen hat.

Nasa

Der Mars-Roboter "Curiosity" ist auf klarem Kurs zum roten Planeten. Doch steht ihm dort eine riskante Landung bevor. "Curiosity auf dem Mars abzusetzen, ist die schwierigste Mission der Nasa in der Geschichte der Erforschung von Planeten durch Roboter", sagte der für Forschungsmissionen zuständige Vize-Direktor der Raumfahrtbehörde, John Grunsfeld.

"Curiosity" (zu Deutsch: "Neugier") war am 26. November 2011 vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral zu seiner zweijährigen Mission gestartet und soll am 6. August gegen 07.31 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit auf dem Mars ankommen. Das sechsrädrige Fahrzeug mit einer Masse von 900 Kilogramm soll nahe dem 5000 Meter hohen Mount Sharp im Gale-Krater landen. Anders als frühere Forschungsfahrzeuge ist "Curiosity" zu schwer, um den Aufprall bei der Landung durch Luftkissen abzufedern.

"Das wird keine gemütliche Landung. Ein Aufsetzen auf dem Mars ist immer äußerst risikoreich", sagte Nasa-Manager Doug McCuistion. Alle technischen Feinheiten des höchst anspruchsvollen Manövers - inklusive Hitzeschild, Fallschirm und Korrekturdüsen - müssen perfekt funktionieren. Außerdem muss der Mars mitspielen und darf nicht mit Staubstürmen oder Windböen die Landung durcheinanderwirbeln. "Das ist wie beim Domino-Spiel: Wenn ein Teil nicht richtig passt, dann fällt alles in sich zusammen", sagte McCuistion

Auf dem letzten Stück muss das Fahrzeug von einer Geschwindigkeit von gut 21.000 Kilometern pro Stunde auf 2,74 km/h runterbremsen. Dafür soll zunächst ein riesiger Fallschirm benutzt werden, bevor während der letzten Sekunden nach unten gerichtete Raketenantriebe den Aufprall abmildern. Laut den zuständigen Ingenieuren sind die letzten sieben Minuten die delikatesten der 570 Millionen Kilometer langen Reise.

Sorgen bereitet der Nasa momentan der Satellit "Odyssey", wie die britische BBC berichtet. Er sei nicht im optimalen Orbit, um Signale von der Mars-Mission zu empfangen. Das würde zwar bei der vollautomatisch ablaufenden Landung nicht schaden, könnte jedoch dazu führen, dass die US-Weltraumbehörde erst verzögert erfährt, ob der Roboter sicher gelandet ist.

"Curiosity" soll auf dem Roten Planeten nach Wasser und Spuren von Leben suchen. Der Roboter ist mit einem chemischen Labor, Videokameras, einem Laserstrahl sowie mit einem über zwei Meter langen Roboterarm und einer Wetterstation ausgestattet. Die Entwicklung des Roboters verschlang 1,8 Milliarden Dollar, insgesamt wird seine Mission auf 2,5 Milliarden Dollar (knapp 1,87 Milliarden Euro) veranschlagt.

wbr/AFP/dpa



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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
creamball 17.07.2012
1. Das nervt: Ankündigungen!
Zitat von sysopNASA/ JPL-CaltechAm 6. August soll die teuerste Mars-Mission auf dem Roten Planeten beginnen. Doch die Landung des Nasa-Roboters "Curiosity" wird alles andere als gemütlich. Wenn die Technik oder das Wetter nicht mitspielen, könnte das Vorhaben scheitern, ehe es richtig begonnen hat. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,844812,00.html
Es ist doch völlig uninteressant das die Sonde bald landet. Wichtig ist: Sie ist gelandet. Sie funktioniert. Oder: Sie ist kaputt. Könntet Ihr in Zukunft also nur wirklche Nachrichten bringen. Keine Berichte über eventuelle Rakenstarts, sondern vollzogene. Man man man....
sappelkopp 17.07.2012
2. Ja, Sie haben Recht...
Zitat von creamballEs ist doch völlig uninteressant das die Sonde bald landet. Wichtig ist: Sie ist gelandet. Sie funktioniert. Oder: Sie ist kaputt. Könntet Ihr in Zukunft also nur wirklche Nachrichten bringen. Keine Berichte über eventuelle Rakenstarts, sondern vollzogene. Man man man....
das nervt. Schöner ist allerdings wenn rund sechs Wochen vor Jahrestagen alle journalistischen Produkte mit irgendwelchen Artikeln kommen, alle das Wasser nicht halten können. Kommt dann der Jahrestag, redet keiner mehr drüber. Liebe SPON-Redaktion, macht nicht aus jeder Tickermeldung einen Aufmacher, es lohnt nicht.
sample-d 17.07.2012
3. |||||
Zitat von creamballEs ist doch völlig uninteressant das die Sonde bald landet. Wichtig ist: Sie ist gelandet. Sie funktioniert. Oder: Sie ist kaputt. Könntet Ihr in Zukunft also nur wirklche Nachrichten bringen. Keine Berichte über eventuelle Rakenstarts, sondern vollzogene. Man man man....
Nö.. - ich hab die halbe Nacht NASA TV geschaut weil mich die Auswahl des Landeplatzes und die Entwicklung des Rovers interessieren. Grade bei Curiosity ist doch die Spannung extrem, weil das Landemanöver so schwierig ist. Wenn es Sie nicht interessiert und Sie nur die Schlagzeile "Sonde gelandet" brauchen - lesen Sie es halt nicht, oder wechseln zu anderen "Magazinen", die Ihren Ansprüchen nach weniger Hintergrundinformation eher gerecht werden...
xmueller 17.07.2012
4.
Zitat von creamballEs ist doch völlig uninteressant das die Sonde bald landet. Wichtig ist: Sie ist gelandet. Sie funktioniert. Oder: Sie ist kaputt. Könntet Ihr in Zukunft also nur wirklche Nachrichten bringen. Keine Berichte über eventuelle Rakenstarts, sondern vollzogene. Man man man....
Stimme zu. Das Web ist voll mit Zero-Information. Zeitverschwendung.
hdudeck 17.07.2012
5. Leider kein Recht
Zitat von sappelkoppdas nervt. Schöner ist allerdings wenn rund sechs Wochen vor Jahrestagen alle journalistischen Produkte mit irgendwelchen Artikeln kommen, alle das Wasser nicht halten können. Kommt dann der Jahrestag, redet keiner mehr drüber. Liebe SPON-Redaktion, macht nicht aus jeder Tickermeldung einen Aufmacher, es lohnt nicht.
denn ich finde diesen Artikel interessant. Wenn Sie das Thema nicht interessiert, ueberlesen Sie ihn halt. Das nennt man selektives Lesen und sollte Ihnen helfen nur das zu lesen, was Sie wissen wollen.
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