Rekord 18.300 Bewerber wollen Nasa-Astronaut werden

So viele Interessenten gab's noch nie für einen Astronautenjob: 18.300 Bewerbungen hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa gezählt. Es geht um 8 bis 14 Stellen.

Neues Nasa-Raumschiff "Orion" (Zeichnung): "Überhaupt nicht überraschend"
NASA

Neues Nasa-Raumschiff "Orion" (Zeichnung): "Überhaupt nicht überraschend"


Die US-Raumfahrtbehörde hat 18.300 Bewerbungen für Jobs als Astronauten erhalten - eine Rekordmarke. Damit verdreifachte sich die Zahl der Kandidaten für die neue Ausbildungsklasse im kommenden Jahr im Vergleich zu der letzten Bewerbungswelle für 2012, wie die Behörde mitteilte.

Es sei aber "überhaupt nicht überraschend", dass so viele Amerikaner persönlich dazu beitragen wollten "den Weg auf unserer Reise zum Mars zu bahnen", sagte der Nasa-Chef Charles Bolden.

In den kommenden 18 Monaten wird die Nasa 8 bis 14 Glückliche auswählen, die zu Astronauten ausgebildet werden sollen. Ihre Namen werden Mitte 2017 bekannt gegeben. Sie absolvieren dann ein zweijähriges Training, in dem sie unter anderem Russisch lernen werden, um in der Zukunft mit den russischen Kollegen in der Internationalen Raumstation (ISS) kommunizieren zu können.

Tausend Flugstunden gefordert

Bewerben konnten sich Interessierte mit einem Universitätsabschluss in Ingenieurwesen, Biologie, Physik oder Mathematik, wobei ein Magister oder Doktortitel von Vorteil war. Zudem mussten die Bewerber mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorweisen oder mindestens tausend Flugstunden als Pilot.

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"Dream Chaser": Neuer Raumgleiter
Bei der vergangenen Bewerbungsrunde der Europäischen Raumfahrtagentur Esa im Jahr 2009 bewarben sich rund 8500 Kandidaten mit den notwendigen Voraussetzungen: In der Regel Ingenieure und erfahrene Test- oder Verkehrspiloten, die körperlich fit waren. Fünf Männer und eine Frau wurden damals ausgesucht, darunter Alexander Gerst aus Baden-Württemberg, dessen Reise in der Raumstation viel Furore machte.

Immer mehr Frauen

Derzeit sind ein Viertel der knapp 50 aktiven Nasa-Astronauten Frauen. Aus der Bewerbungsrunde von 2011 ging erstmals eine Klasse mit ausgewogenem Geschlechteranteil hervor. Zwei der vier nun fertig ausgebildeten Astronautinnen waren zuvor Militärpilotinnen.

Aus Deutschland war noch nie eine Frau im All. Die Bundesregierung würde das gern ändern. Amerikanische Astronautinnen hingegen machen bereits in bunten Magazinen Furore.

Anne McClain, die 15 Monate lang Kampfhubschrauber im Irak flog, sagt zu ihren Beweggründen für den beruflichen Wechsel: "Im Weltall stört sich keiner an Rasse, Religion oder Nationalität. Wir sind einfach alle Teil im Team Mensch."

hda/AFP



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