Nasa-Weltraumteleskop "Kepler" entdeckt zehn weitere erdähnliche Planeten

Die Nasa freut sich über die Entdeckung von insgesamt 219 weiteren Exoplaneten. Zehn von ihnen seien fast so groß wie die Erde und könnten womöglich die Voraussetzungen für Leben bieten.

Künstlerische Darstellung des Planeten Kepler-452b (Archivbild)
AP/NASA/JPL-CALTECH/T. PYLE

Künstlerische Darstellung des Planeten Kepler-452b (Archivbild)


Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben zehn neue Exoplaneten entdeckt, die fast so groß wie die Erde seien und möglicherweise die Voraussetzungen für Leben bieten könnten. Insgesamt fanden die Astronomen mit dem Weltraumteleskop "Kepler" 219 sogenannte Exoplaneten.

Sieben der zehn Exoplaneten umkreisen ein Zentralgestirn ähnlich wie die Erde die Sonne. Das alleine bedeutet zwar noch nicht, dass dort Leben existiert, einige Grundvoraussetzungen dafür sind aber gegeben, was die Wahrscheinlichkeit für Leben erhöht. "Sind wir alleine? Vielleicht hat uns 'Kepler' indirekt schon gesagt, dass wir wahrscheinlich nicht alleine sind", sagte Nasa-Wissenschaftler Mario Perez.

In der habitalen Zone erspähte "Kepler" in vier Jahren nun insgesamt 49 Planeten. Und dass, obwohl das Weltraumteleskop nur einen winzigen Teil der Galaxie einsehen konnte. Die habitale Zone beschreibt den Bereich, in dem Leben möglich sein könnte, weil die Planeten dort weit genug vom Stern entfernt sind, dass nicht alles Wasser sofort verdampft - und nahe genug, dass es nicht nur Eis gibt.

Die Gesamtzahl der Exoplaneten-Kandidaten, die "Kepler" in den vergangenen Jahren entdeckt hat, steigt damit auf mehr als 4000. Mehr als 2300 davon konnten bereits als Exoplaneten, also Planeten bei anderen Sternen, verifiziert werden. Seit 2009 späht "Kepler" nach winzigen regelmäßigen Helligkeitsschwankungen von Sternen, die entstehen, wenn ein Planet von der Erde aus gesehen genau vor seinem Stern vorbeizieht - eine Art Mini-Sternfinsternis. Allerdings können auch andere Phänomene derartige Helligkeitsschwankungen erzeugen, etwa zwei sich umkreisende Sterne.

max/dpa/AP

insgesamt 60 Beiträge
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123Valentino 20.06.2017
1. Ein wenig ..,,
mehr Information über diese neuen exoplaneten wäre angebracht. Wie weit entfernt, welchen Stern umkreisen sie, in welcher Entfernung, und in welcher Geschwindigkeit? Es wäre tatsächlich vermessen anzunehmen, wir wären allein mit uns, aber leben wie auf der Erde ????
Illya_Kuryakin 20.06.2017
2. Kepler
Eigentlich ist die Lageregelung von Kepler seit einigen Jahren nicht mehr i.O. Dennoch entdeckt das Teleskop immer neue Planeten. D.h. das Weltall muss nur so wimmeln vor lauter Planeten. Faszinierend!
tomatosoup 20.06.2017
3. Vielleicht
Ich habe bisher gedacht: Von Däniken spinnt und hat damit eine Menge Geld gemacht. Aber wenn ich hier über Expeditionen zu Exoplaneten lese, dann nagt der Wurm des Zweifels an mir. Vielleicht gehört Homo sapiens sapiens irgendwann selber zu den "Glttern aus dem Weltall"?
Sumerer 20.06.2017
4.
"Die Nasa freut sich über die Entdeckung von insgesamt 219 weiteren Exoplaneten. Zehn von ihnen seien fast so groß wie die Erde und könnten womöglich die Voraussetzungen für Leben bieten." Ein richtiger Aufreger ist diese Information nun gerade nicht. Jede Sonne hat eine zugehörige Akkretionsscheibe, in der sich natürlich auch Planeten bilden können. Reste davon sind bei unserer Sonne der Asteroidengürtel, die Oortsche Wolke und natürlich unsere Planeten. Wenn man sich unsere Sonne als Modell vorstellt, dann könnte es etwa 8-10 mal mehr Planeten als Sonnen im Universum geben, von denen einige auch die Voraussetzungen für Leben beherbergen könnten.
dreamrohr2 20.06.2017
5.
wir sind an einem Punkt angelangt, an dem die Wahrscheinlichkeit, dass wir alleine im Weltall sind, immer unwahrscheinlicher wird.... und wir sind nicht allein!
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