Nasa-Mission Sonden-Duo soll Rätsel um zweiten Erdmond lösen

Die Nasa schickt eine Rakete mit besonderer Fracht ins All. 40 Jahre nach den "Apollo"-Missionen sollen die Sonden "Grail 1" und "Grail 2" das Schwerefeld des Mondes mit bisher unerreichter Präzision vermessen. Dabei wollen die Astronomen ein altes Rätsel lösen: Hatte die Erde einst zwei Trabanten?

NASA/ JPL-Caltech

Es muss ein gewaltiger Crash gewesen sein: Etwa 70 Millionen Jahre lang hatte die Erde womöglich nicht nur einen Mond als Begleiter, sondern zwei. Der zweite Mond mit einem Durchmesser von etwa 1200 Kilometern könnte zugleich mit dem uns bestens bekannten Mond entstanden sein - vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Bis es schließlich zur Kollision kam.

Dutzende Millionen Jahre ging zunächst alles gut, so glauben Astronomen, welche die Hypothese von den zwei Monden kürzlich aufwendig simuliert haben. Dann aber wurde der kleinere Mond aus seiner Bahn abgelenkt und krachte mit etwa ein bis zwei Kilometern in der Sekunde auf den großen, noch heute existierenden Mond. Die Kollision ließ den damals unter der Mondkruste liegenden Magmaozean zur gegenüberliegenden Seite schwappen. Die Doppelmond-Hypothese würde auch gut erklären, warum es auf der Rückseite des Erdbegleiters eine erstaunlich bergige Landschaft gibt - und weshalb die Mondkruste dort wesentlich dicker ist als auf der erdnahen Hemisphäre.

In den kommenden Monaten könnte sich klären, ob es den gewaltigen Zusammenstoß im Mondorbit einst tatsächlich gegeben hat. Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) soll in Cape Canaveral eine Rakete starten, die zwei nahezu baugleiche Satelliten in eine Mondumlaufbahn schießen soll. "Grail 1" und "Grail 2" werden den Erdtrabanten dann in einem Abstand von 65 bis 225 Kilometern umkreisen. Dabei ist das Sonden-Duo stets der Schwerkraft des Mondes ausgesetzt. Doch diese ändert sich laufend minimal, was mit der unterschiedlichen Beschaffenheit an der Oberfläche des Mondes zusammenhängt.

Genauigkeit ein Zehntausendstel Millimeter

Das Schwerefeld des Mondes, das wissen Astronomen seit längerem, ist ungleichmäßiger als bei sämtlichen Planeten des Sonnensystems. Zudem sieht seine Rückseite ganz anders aus als die der Erde zugewandte Seite, wie bereits 1959 Bilder der russischen Sonde "Lunik 3" zeigten. Für diese Besonderheiten suchen Astronomen nach einer schlüssigen Erklärung. Die Theorie der zwei Monde ist eine davon.

Um Schwankungen der Schwerkraft erfassen zu können, fliegen die beiden Sonden in kleinem Abstand exakt auf derselben Bahn. Zwischen "Grail 1" und "Grail 2" werden Radiowellen hin- und hergeschickt, um minimale Abstandsänderungen erfassen zu können, die durch Schwerefeldschwankungen verursacht werden. "Wir messen die Änderungen zwischen den beiden Sonden auf einen Zehntausendstel Millimeter genau", sagte Maria Zuber vom Massachusetts Institute of Technology, die leitende Wissenschaftlerin der Mission.

Die "Apollo"-Raumschiffe brauchten einst nur drei Tage bis zum Mond, die beiden "Grail"-Sonden werden mehr als drei Monate benötigen. Das hat gute Gründe: Die Rakete vom Typ "Delta-II" wird sie auf einen deutlich längeren Weg schicken, der dafür jedoch weniger Schubkraft erfordert und so Geld spart. Am Mond angekommen, werden die Sonden etwa zwei Monate lang brauchen, bis sie die optimale, gemeinsam genutzte Flugbahn gefunden haben. Dann beginnt die 82 Tage dauernde Schwerefeld-Vermessung.

hda



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Seite 1
meinung3000 07.09.2011
1. Rätsel um die Mondlandung
Ich fände es toll, wenn man uns vor weiteren Rätsel-Auflösungen zunächst einmal saubere Beweisfotos der Mondlandung nachreichen würde. Immerhin ist ja angeblich einiges auf dem Mond zurückgeblieben. Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Lunar_Reconnaissance_Orbiter "Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) ist eine Mondsonde der NASA, die am 18. Juni 2009 um 21:32 UTC[1] von Cape Canaveral AFS Launch Complex 41 aus zusammen mit dem Lunar CRater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) zum Mond gestartet ist. Ziel der Mission ist die hochaufgelöste Kartierung der gesamten Mondoberfläche (Topographie, Fotografie,..." Bitte dort einmal die Beweisfotos auf der Seite anschauen und überlegen, ob das hochaufgelöste Fotos sind - Wenn wir uns anschauen, was uns Google-Earth zum Vergleich liefert.
the great sparky 07.09.2011
2. ...
okay, dann wird vllt. das Rätsel um den mögl. 2. erdmond gelöst - sorry für eine nicht unbedingt wissenschaftsfreundliche frage, aber was hilft uns dieses wissen weiter?
thesocializer 07.09.2011
3. Das nennt sich Wissenschaft
Das Wissen um einen 2. Trabanten und seine Geschichte ist in erster Linie reine Forschungslust. Ob etwas "nützliches" dabei herum kommt, ist bei Wissenschaft nie absehbar. Aus diesem Grund etwas nicht zu erforschen ist aber falsch. Schließlich hätte man sonst auch sagen können "brauchen wir einen Seeweg nach Indien? Wir kommen doch schon hin" oder oder oder. Wissenschaft ist nützlich und sollte stärker gefördert werden, auch und speziell Weltraumforschung kann der Weg sein, die Probleme des 21.Jhd zu lösen.
Rodelkoenig 07.09.2011
4. dfhtzju
Zitat von meinung3000Ich fände es toll, wenn man uns vor weiteren Rätsel-Auflösungen zunächst einmal saubere Beweisfotos der Mondlandung nachreichen würde. Immerhin ist ja angeblich einiges auf dem Mond zurückgeblieben. Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Lunar_Reconnaissance_Orbiter "Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) ist eine Mondsonde der NASA, die am 18. Juni 2009 um 21:32 UTC[1] von Cape Canaveral AFS Launch Complex 41 aus zusammen mit dem Lunar CRater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) zum Mond gestartet ist. Ziel der Mission ist die hochaufgelöste Kartierung der gesamten Mondoberfläche (Topographie, Fotografie,..." Bitte dort einmal die Beweisfotos auf der Seite anschauen und überlegen, ob das hochaufgelöste Fotos sind - Wenn wir uns anschauen, was uns Google-Earth zum Vergleich liefert.
Die Satellitenbilder bei Google Earth sehen genauso aus. Die hochauflösenden Bilder, die Sie bei Google Earth vielleicht vor Augen haben, beispielsweise von New York, Berlin oder sonstwo sind Luftaufnahmen, die mit Flugzeugen aus wenigen Kilometer Höhe gemacht wurden. Wenn Sie die Qualität der Satellitenbilder bei Google Earth bewerten wollen, müssen Sie sich mal irgendeine willkürliche Stelle im Himalaya oder im australischen Outback anschauen. Dass soll nicht heißen, dass auch Satelliten bessere Bilder machen können als die, die man bei Google Earth sieht. Nur die USA oder die Russen werden kaum ihre Spionage-Satelliten an Google zur Verfügung stellen, um deren Datenbank zu füllen mit hochauflösenden Bildern von der nächsten Müllkippe oder dem benachbarten Schweinestall oder der grünen Futterwiese, abgesehen davon dass die maximale Auflösung dieser Satelliten aus verständlichen Gründen geheim ist. Viele Grüße
marco0 07.09.2011
5. 24
Zitat von meinung3000Ich fände es toll, wenn man uns vor weiteren Rätsel-Auflösungen zunächst einmal saubere Beweisfotos der Mondlandung nachreichen würde. Immerhin ist ja angeblich einiges auf dem Mond zurückgeblieben. Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Lunar_Reconnaissance_Orbiter "Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) ist eine Mondsonde der NASA, die am 18. Juni 2009 um 21:32 UTC[1] von Cape Canaveral AFS Launch Complex 41 aus zusammen mit dem Lunar CRater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) zum Mond gestartet ist. Ziel der Mission ist die hochaufgelöste Kartierung der gesamten Mondoberfläche (Topographie, Fotografie,..." Bitte dort einmal die Beweisfotos auf der Seite anschauen und überlegen, ob das hochaufgelöste Fotos sind - Wenn wir uns anschauen, was uns Google-Earth zum Vergleich liefert.
Wenn man sich die NASA Quellen anschauen würde, die auch bei Wikipedia verlinkt sind, hätte man auch höher Aufgelöste Photos gefunden: http://www.nasa.gov/mission_pages/LRO/multimedia/lroimages/apollosites.html Wieso gibt es keinen Astronomie Thread auf Spiegel wo nicht mal ernsthaft über den Artikel diskutiert werden kann? Stattdessen trifft man zuerst mal auf Mondlandungsskeptiker.
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