Premiere auf dem Roten Planeten: Weltraumauto bohrt Mars an

Die Nasa feiert einen historischen Erfolg: Erstmals sei der Mars angebohrt worden, um Gesteinsproben zu nehmen, berichten die Forscher. Der pulverisierte Fels soll Aufschluss über die Vergangenheit des Roten Planeten geben.

Hamburg - Seit gut einem halben Jahr arbeitet der Nasa-Rover "Curiosity" auf dem Mars, nun gibt es einen Durchbruch zu verkünden: "Zum ersten Mal hat ein Roboter den Mars angebohrt, um eine Gesteinsprobe zu nehmen", jubelt die Weltraumbehörde der USA. Der Mars-Roboter "Curiosity" hat mit dem Bohrer, der an seinem Roboterarm angebracht ist, ein 1,6 Zentimeter breites und 6,4 Zentimeter tiefes Loch in einen Felsen gebohrt.

"Der modernste Planetenroboter, der je entworfen wurde, ist jetzt ein vollständig operierendes Analyselabor auf dem Mars", erklärte Nasa-Vertreter John Grunsfeld stolz. Dies sei der "größte Meilenstein", den der Roboter seit seiner geglückten Landung auf dem Mars im August erreicht habe - "ein weiterer Tag des Stolzes für Amerika", fügte er hinzu.

Die Gesteinsprobe dürfte nach Einschätzung der Nasa Hinweise auf lang vergangene feuchte Landschaft auf dem Mars geben. Das pulverisierte Gestein werde nun chemisch analysiert. Es könnte Einblick geben in die Vergangenheit des Roten Planeten. In der Nähe hatte "Curiosity" bereits ein ausgetrocknetes Flussbett an der Marsoberfläche entdeckt.

Messungen in 200 Millionen Kilometer Entfernung

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Bohrung in den Mars: Vorstoß in den Roten Planeten
Es hatte langwierige Experimente bedurft, um die Bohrung durchführen zu können: Um auf jede mögliche Gesteinsart auf dem Mars vorbereitet zu sein, hatten die Nasa und andere Forschungsinstitute jahrelang an dem Bohrer für "Curiosity" getüftelt. Acht Varianten seien entwickelt worden, mit denen mehr als 1200 Löcher in 20 Gesteinsarten der Erde gemacht worden seien, sagte Ingenieurin Louise Jandura.

"Curiosity" war Anfang August nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All auf dem Mars gelandet. Die 2,5 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) teure Mission ist auf zwei Jahre angelegt. Der Forschungsroboter soll unter anderem nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen. Die Nasa hält die Öffentlichkeit nahezu wöchentlich über die Aktivitäten des Rovers auf dem Laufenden.

Neben einigen kuriosen Anpreisungen mancher eher nebensächlicher Details, werden dabei auch recht bedeutende Errungenschaften bekannt. Die Messungen finden in mehr als 200 Millionen Kilometer Entfernung statt. Deshalb seien bereits unbedeutend erscheinende Aktivitäten von "Curiosity" bedeutend, sagt der Chef der Marsmission, John Grotzinger. Die Forscher müssten ständig improvisieren: "'Curiosity' ist ein Auto mit einer 10.000-seitigen Gebrauchsanweisung, die wir lesen, während wir sie schreiben", sagt Grotzinger.

boj/AFP

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1.
Olaf 10.02.2013
Zitat von sysopDie Nasa feiert einen historischen Erfolg: Erstmals sei der Mars angebohrt worden, um Gesteinsproben zu nehmen, berichten die Forscher. Der pulverisierte Fels soll Aufschluss geben darüber geben, was früher auf dem Roten Planeten geschah. Nasa-Rover "Curiosity" bohrt Mars an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/nasa-rover-curiosity-bohrt-mars-an-a-882458.html)
Eine großartige Leistung. Wissenschaftler und Ingenieure haben mit nur 2 Milliarden eine Vision verwirklicht, welche alle Menschen berührt, während wir gerade das 100-1000Fache ausgeben, um die gescheiterten Träumereien von Politikern, Bankern und Soziologen zu finanzieren.
2. Beneidenswert
geisterfahrer7 10.02.2013
Zitat von sysopDie Nasa feiert einen historischen Erfolg: Erstmals sei der Mars angebohrt worden, um Gesteinsproben zu nehmen, berichten die Forscher. Der pulverisierte Fels soll Aufschluss geben darüber geben, was früher auf dem Roten Planeten geschah. Nasa-Rover "Curiosity" bohrt Mars an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/nasa-rover-curiosity-bohrt-mars-an-a-882458.html)
Schöne Leistung. Eines Tages werden diese Rover neben dem, was auf dem Mond steht und ein paar stabileren Satteliten alles sein, was von der Menschheit noch einige Zeit künden wird. Falls sich nach dem Aussterben/Selbstausrottung des Menschen noch mal ein deckender Affe oder so was ähnliches erheben sollte, hat der dann was Schönes aus ferner Vergangenheit zu erforschen haben. Weltraumarchäologie. Beneidenswert. Die gegenwärtige Menschheit wird jedenfalls nicht viel weiter kommen ...
3.
meinmein 10.02.2013
Zitat von geisterfahrer7Schöne Leistung. Eines Tages werden diese Rover neben dem, was auf dem Mond steht und ein paar stabileren Satteliten alles sein, was von der Menschheit noch einige Zeit künden wird. Falls sich nach dem Aussterben/Selbstausrottung des Menschen noch mal ein deckender Affe oder so was ähnliches erheben sollte, hat der dann was Schönes aus ferner Vergangenheit zu erforschen haben. Weltraumarchäologie. Beneidenswert. Die gegenwärtige Menschheit wird jedenfalls nicht viel weiter kommen ...
Ich wäre da nicht so pessimistisch. Die Menschheitsgeschichte gibt dafür keinen Anlass. Im Prinzip ging es bisher immer voran, auch wenn es mal für ein paar Jahrhunderte einen Rückschritt gab, so wie nach dem Ende des Römischen Reiches - an einem ähnlichen Punkt stehen wir heute. Doch nach 300 - 400 Jahren werden wir diese Phase des Neo-Mittelalters überwunden haben.
4.
lubinca 10.02.2013
Zitat von meinmeinIch wäre da nicht so pessimistisch. Die Menschheitsgeschichte gibt dafür keinen Anlass. Im Prinzip ging es bisher immer voran, auch wenn es mal für ein paar Jahrhunderte einen Rückschritt gab, so wie nach dem Ende des Römischen Reiches - an einem ähnlichen Punkt stehen wir heute. Doch nach 300 - 400 Jahren werden wir diese Phase des Neo-Mittelalters überwunden haben.
Im Gegensatz zu uns haben die Römer diesen Planeten aber nicht unbewohnbar gemacht.
5. An lubinca
prb.richert 10.02.2013
Ich lebe verdammt gut auf diesem Planeten; und das dämliche Geschwätz der Grünen können Sie völlig vergessen. Wo ist denn das Waldsterben geblieben? Alle Eisbären sterben aus? Nach neuesten Zählungen gibt es heute mehr Eisbären als je zuvor. Problem könnten die Chinesen werden; die sind was viel geworden. Aber auch das wird sich regeln.
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