Nasa-Foto Was macht der Frauenkopf auf dem Mars?

Wie eine Kriegerin, in Stein gemeißelt: Das neueste Nasa-Foto vom Mars sorgt für Aufsehen. Es zeigt nicht das erste seltsame Objekt auf dem roten Planeten.

NASA/ JPL-Caltech/ MSSS

Gibt es Leben auf dem Mars? Oder gab es das zumindest früher mal? Astronomen sind da eher skeptisch, eindeutige Hinweise haben sie bislang keine entdecken können. Doch für Verschwörungstheoretiker scheint die Sache längst geklärt.

In einem kürzlich veröffentlichten Youtube-Video wird ein spektakulärer Fund auf dem Roten Planeten verkündet: der im Sand liegende Kopf einer Statue. "Man kann sehr genau erkennen: Kinn, Mund, Nase, Augen, Ohren", heißt es. Es könne eine Kriegerin sein, die einen Helm trage.

Zufällige Verwitterung

Der beschriebene Stein ist nur wenige Zentimeter groß und befindet sich auf einem Foto, das der Nasa-Rover "Curiosity" am 1. April 2018 gemacht hat. Die Mastkamera hat den Boden nahe des Mobils abgelichtet, das im August 2012 auf dem Mars gelandet war. Seitdem hat der fast eine Tonne schwere Rover mehr als zwölf Kilometer zurückgelegt.

Dass es sich bei dem Stein tatsächlich um eine von wem auch immer angefertigte Skulptur handelt, ist äußerst unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte die Form das zufällige Ergebnis der natürlichen Verwitterung sein.

Es ist nicht das erste kuriose Objekt auf dem Roten Planeten, das auf Fotos entdeckt wurde. Die Sonde "Viking" funkte schon vor Jahrzehnten Bilder eines Smileys zur Erde. Auch eine angebliche Frauenstatue und ein mutmaßlicher Löffel wurden schon auf dem Mars gesichtet - siehe folgende Fotostrecke.

Fotostrecke

21  Bilder
Fotos vom Mars: Gesichter, Personen, Löffel

Dass wir Menschen immer wieder Gesichter erkennen zu glauben, wo gar keine sind, ist ein bekanntes Phänomen. Psychologen sprechen von Pareidolie. Letztlich steckt dahinter eine Art Autovervollständigung im Gehirn.

Um all die vielen Eindrücke, die täglich auf uns einwirken, verarbeiten zu können, ist das Gehirn darauf trainiert, Muster schnell wiederzuerkennen. Es geht darum, Situationen schnell einzuordnen und in Sekundenbruchteilen reagieren zu können.

Besonders wichtig für uns Menschen ist es, Gesichter als solche zu erkennen. Und deshalb scannen wir unterbewusst permanent unsere Umgebung nach Augen, Mündern und Nasen ab. Dank der Raumfahrt gehört auch der Mars dazu.

hda



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