Roter Planet: "Curiosity" schickt erstes Panoramabild vom Mars

Der Mars-Rover "Curiosity" beginnt gerade erst mit seiner Arbeit - doch schon die jetzige Ergebnisse entzücken die Wissenschaftler. Das Equipment an Bord zeigt immer deutlicher, was es kann. Besonders praktisch: Die Batterien haben mehr Energie als erwartet.

DPA/ Nasa

Washington - Erst Schwarzweiß, dann Farbe, jetzt Panorama: Der Mars-Rover "Curiosity" schickt immer bessere Fotos vom Roten Planten. Inzwischen hat das Nasa-Mobil auch seinen drehbaren Kameramast ausgefahren. Ein noch sehr gering aufgelöstes Schwarzweiß-Bild zeigt Hügel am Horizont. Ein Panoramafoto in besserer Qualität erwarten die Nasa-Wissenschaftler in den kommenden Tagen - ein Veröffentlichungsmuster, wie man es bereits kennt.

"Das hat alles sehr gut funktioniert", sagte die Nasa-Managerin Jennifer Trosper bei einer Pressekonferenz im kalifornischen Pasadena. Auch die Antennen zur Erleichterung der Kommunikation mit der Erde arbeiten inzwischen einwandfrei: "Sie schicken uns jede Menge Daten." Eine der Antennen hatte zuvor nicht genau in die korrekte Richtung gezeigt. Das Problem sei nun so gut wie behoben. Auch kleinere Probleme bei einer Wetterstation an Bord von "Curiosity" seien gelöst.

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"Curiosity": Der Mars, fast live und in Farbe
Die Radionuklidbatterie des Rovers habe sogar noch mehr Energie als ursprünglich gedacht. "Das ist phantastisch, weil der Roboter so möglicherweise länger aktiv bleiben kann", sagte Trosper. Auch erste Wetterdaten vom Mars, die "Curiosity" gesendet hat, haben die Wissenschaftler überrascht. "Es ist ein bisschen wärmer, als wir gedacht haben." Das sei für die Mission aber kein Problem. "Wir müssen uns nur darauf einstellen und manche Dinge eventuell zu anderen Tageszeiten unternehmen."

Die von "Curiosity" geschickten hochaufgelösten Fotos der Mars-Oberfläche faszinieren die Forscher. "Der erste Eindruck ist, wie ähnlich der Erde es dort aussieht", sagte Nasa-Wissenschaftler John Grotzinger. "Man fühlt sich wie zu Hause. Interessant wird jetzt, herauszufinden, was genau dort anders ist." Der Gale-Krater, in dem "Curiosity" gelandet ist, scheine von Steinen bedeckt zu sein, die von den Hügeln am Kraterrand durch früher existierendes fließendes Wasser in die Ebene gespült worden seien. Auch harter Felsboden sei zu erkennen.

Erste Messungen eines an der Universität Kiel entwickelten Strahlungsmessgeräts haben eine zum Teil hohe Werte ergeben. Dabei handele es sich aber nur um vorläufige Messungen und Daten, sagte Nasa-Wissenschaftler Don Hassler. Das Gerät müsse erst richtig eingerichtet werden. "Aber wir bekommen schon einen Vorgeschmack auf die aufregenden Experimente und Ergebnisse, die wir sehen werden."

chs/dpa

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