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"New Horizons" im Anflug: Nasa zeigt neue Bilder von Pluto

"New Horizons": Anflug auf Pluto Fotos
NASA/ JHUAPL/ SWRI

Mars und Jupiter hat sie hinter sich gelassen, nun erreicht die Sonde "New Horizons" Pluto - nach neun Jahren Flug. Die ersten Fotos sind beeindruckend, doch Forscher fürchten sich vor vagabundierenden Steinen.

Als "New Horizons" losflog, war Pluto noch ein Planet. Im Januar 2006 startete die Nasa-Sonde vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Sieben Monate später degradierte die Internationale Astronomische Union (IAU) den vergleichsweise kleinen Pluto zum Zwergplaneten.

Seit mehr als neun Jahren ist "New Horizons" unterwegs, hat rund fünf Milliarden Kilometer zurückgelegt, ist an Mars, Saturn, Uranus, Jupiter und Neptun vorbeigeflogen, bevor nun am Dienstag der Höhepunkt Reise ansteht: Auf rund 12.000 Kilometer soll sich "New Horizons" dem Pluto nähern und ihn mit seinen sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen.

Wenn man aus dieser Distanz auf Manhattan schauen würde, erklärt Missionsleiter Alan Stern, könnte man die Seen im Central Park ausmachen.

Die Mission bleibt bis zur letzten Sekunde spannend. Weil die etwa klaviergroße und rund 500 Kilogramm schwere Sonde mit rund 40.000 km/h unterwegs ist, könnte schon ein Zusammenstoß mit einem Stein so klein wie ein Reiskorn die Sonde beschädigen - und das ganze Vorhaben beenden.

Langsame Datenübertragung

Nur etwa zwei Tage hat die Sonde Zeit, um die erhofften präzisen Fotos und Messungen von Pluto zu machen. Der etwa minus 230 Grad kalte Pluto ist eine Art Eiszwerg. Doch mehr ist kaum bekannt über den fernen Ex-Planeten.

In den letzten Stunden vor dem Höhepunkt heizt die Nasa die Spannung mit neuen Fotos an, die "New Horizons" am Wochenende gefunkt hat. Sie zeigen den Himmelskörper in nie gesehener Genauigkeit. Die schärfsten Aufnahmen von Pluto hatte vor der Annäherung von "New Horizons" das "Hubble"-Weltraumteleskop gemacht. Darauf nahm der gut 2000 Kilometer messende Himmelskörper nur wenige Pixel ein.

Im Laufe der Woche werden noch schärfere Fotos erwartet. Doch die meisten Bilder kommen erst im September. Die Daten werden mit lediglich 600 Bit pro Sekunde übertragen, ein Bruchteil einer langsamen Handyverbindung. Es dauert fast fünf Stunden, bis Signale vom Pluto per Lichtgeschwindigkeit zur Erde gelangen.

Sonde zum Rand des Sonnensystems

boj/dpa

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insgesamt 38 Beiträge
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1. warum?
daxbauer 13.07.2015
warum fürchten "sich" die Forscher vor den Steinen? kommen die bis zur Erde? Oder fürchten sie einfach die Steine.....
2. Verbesserungsvorschlag
Styx 13.07.2015
Ich schlage vor in Zukunft auf künstlerische Darstellungen zu verzichten. Stellt statt dessen lieber ein paar Diagramme online - also richtige Infos. Bunte Bilder ohne Aussagekraft musste ich mir in der Schule schon oft genug anschauen :-D
3.
Layer_8 13.07.2015
Zitat von StyxIch schlage vor in Zukunft auf künstlerische Darstellungen zu verzichten. Stellt statt dessen lieber ein paar Diagramme online - also richtige Infos. Bunte Bilder ohne Aussagekraft musste ich mir in der Schule schon oft genug anschauen :-D
Wenn es wirklich keine künstlerische Fantasie ist, sondern realistische Daten visualisiert, warum nicht? Muss halt alles stimmig sein.
4. @daxbauer
hubie 13.07.2015
Ich denke mal, dass sich die Forscher vor Steinen fürchten, die den Orbiter beschädigen oder zerstören könnten.
5. Hallo Pluto!
Sören Sorenkamp 13.07.2015
Fantastisch! Freue mich sehr das ich noch Nahaufnahmen von Pluto erleben darf. Nach einer 9 1/2-Jährigen Reise mit einer Geschwindigkeit von 14 km/ Sek. fliegt die Sonde morgen an Pluto vorbei. Gratulation an das zuständige Team und ich freue mich riesig auf die Bilder!
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