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Testflug: Nasa lässt fliegende Untertasse abstürzen

AP/dpa/NASA

Eine fliegende Untertasse über dem Pazifik? Die war jetzt tatsächlich zu sehen - die US-Weltraumbehörde Nasa hat ein neues Landesystem für den Mars getestet.

Hawaii - Die US-Weltraumbehörde hat ein System getestet, mit dem sie in Zukunft schwere Lasten sicher auf der Marsoberfläche absetzen will. Teile des Tests verliefen Erfolg versprechend, doch die Nasa muss noch weiter an der neuen Landetechnik feilen.

Der sogenannte Low-Density Supersonic Decelerator (LDSD) stieg von einem Militärstützpunkt auf Hawaii mithilfe eines riesigen Ballons in 36 Kilometer Höhe auf. Dort trennte sich der an eine fliegende Untertasse erinnernde LDSD vom Ballon, um mit Raketenantrieb und 3,8-facher Schallgeschwindigkeit eine Höhe von knapp 55 Kilometern zu erreichen. In dieser Höhe ist die Erdatmosphäre ähnlich dünn wie die Atmosphärenschichten über dem Mars.

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Testflug: Fliegende Untertasse landet im Pazifik
Während die Aufstiegsphase zur Zufriedenheit der Nasa-Wissenschaftler ausfiel, gab es bei der Rückkehr des LDSD zur Erde eine Panne. Ein riesiger Fallschirm, mit dem der Flugkörper gebremst werden sollte, entfaltete sich nicht vollständig.

Riesenfallschirm und Donut-Kissen

Die erste Landehilfe funktionierte ersten Daten zufolge wie geplant: Ein wie ein Donut geformtes, riesiges Kissen blies sich auf wie ein Kugelfisch und umhüllte den LDSD. Dies sollte die Geschwindigkeit des Gefährts etwa auf die Hälfte reduzieren.

Die zweite Landehilfe, ein Fallschirm mit einem Durchmesser von 34 Metern, sollte gewährleisten, dass der LDSD langsam Richtung Erdoberfläche schwebt. Er entfaltete sich jedoch nicht richtig.

Das Bodenteam hatte aber schon vor dem Beginn des Experiments gesagt, es werde eine große Leistung sein, wenn es gelinge, den Supersonic Decelerator auf die gewünschte Höhe zu bringen. Es sind noch zwei weitere Tests dieser Art vorgesehen, um die Technik der Landehilfen zu verfeinern.

Der LDSD ging schließlich wie geplant über dem Ozean nieder.

Die Nasa arbeitet an der neuen Landetechnologie, weil sie damit rechnet, demnächst größere Lasten auf den Planeten Mars zu transportieren, als dies bisher möglich ist.

Die bisher genutzte Fallschirm-Technologie beruht im Prinzip immer noch auf der der Viking-Mission zum Mars im Jahr 1976. In Zukunft sollen die Nutzlasten aber größer werden, deswegen sind neue Ansätze gefragt.

wbr/AFP/AP

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insgesamt 17 Beiträge
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    Seite 1    
1. sinnloser Unfug
andy_mac_murphy 29.06.2014
Man soll den Amis diesen sinnlosen Unfug verbieten. Wir haben große Probleme hier auf der Erde und statt diese anzugehen wird die Flucht einiger Weniger vorbereitet, mit einem Aufwand, der die Probleme hier auf der Erde noch vergrößert. Erfolgsaussichten =0. (auf lange Sicht) Schluss mit dem Schwachsinn! !!
2. Interessant
sturmimwasserglas79 29.06.2014
Schwere Lasten zu landen bedeutet auch, dass diese zum Mars gebracht werden müssen. Aber die Nasa kann ja noch nicht mal Menschen zur ISS bringen. Das werden also große Herausforderungen. Zum Vorposter: Wenn jeder sp denken würde, würden wir heute noch in Höhlen leben. die meisten Probleme lassen sich durch Vernunft lösen wobei ich meine Zweifel habe ob sich diese einstellen wird.
3. Don't Panic
Blindleistungsträger 29.06.2014
Zitat von andy_mac_murphyMan soll den Amis diesen sinnlosen Unfug verbieten. Wir haben große Probleme hier auf der Erde und statt diese anzugehen wird die Flucht einiger Weniger vorbereitet, mit einem Aufwand, der die Probleme hier auf der Erde noch vergrößert. Erfolgsaussichten =0. (auf lange Sicht) Schluss mit dem Schwachsinn! !!
Wohin sollten die denn flüchten? Zum Mars? Na dann, gute Reise. Auf dem Mars ist doch nichts. Keine Luft, kein Magnetfeld, wenig Schwerkraft, kein fließendes Wasser, keine Vegetation, keine Kanalisation, kein Internet, kein TV, usw.
4. Ja, Schluss mit dem Unsinn!
george_orwell_iii 29.06.2014
Und zwar dem Unsinn solcher Kommentare. Für Raumfahrt wird erheblich weniger ausgegeben als für Theatersubventionen oder Silvesterknallerei. Bitte beides einstellen und alle Forschung auch bis alle Probleme der Welt gelöst sind. Bis dahin auch keine Urlaubsreisen und Make-up, das Geld dafür würde dazu beitragen alle Weltprobleme zu lösen.
5. klasse!
alex2k 29.06.2014
Finde ich sehr gut, dass in der Richtung weiter gemacht wird. Es geht um Forschung und expansion. Beides ist notwendig. Es ist teuer, aber dennoch ein Bruchteil von dem, was z.B. im Militär versickert....
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