Weltraumteleskop Kepler Nasa entdeckt 715 unbekannte Welten

Es ist ein Rekordfund: Die Nasa hat Hunderte neue Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckt. Das Weltraumteleskop Kepler hatte die sogenannten Exoplaneten erspäht. Einige könnten der Erde erstaunlich ähnlich sein.

Planetensysteme (Illustration): Kepler erfasst "Transits" kleinerer Himmelskörper
AP/dpa

Planetensysteme (Illustration): Kepler erfasst "Transits" kleinerer Himmelskörper


Moffet Field/Washington/Cape Canaveral - Vier Jahre lang starrte das Weltraumteleskop Kepler in den Himmel, rund 150.000 Sterne wanderten seit 2009 durch sein Blickfeld. Dann musste Keplerwegen technischer Probleme seinen Betrieb beenden. Doch der bis dahin gesammelte Datenschatz hat es in sich: "Wir haben heute die Zahl der Planeten, die der Menschheit bekannt sind, nahezu verdoppelt", sagte Astronom Douglas Hudgins, der die Suche nach Exoplaneten im Nasa-Hauptquartier Washington leitet.

715 Neuentdeckungen vermeldete die Nasa insgesamt. Damit erhöhe sich die Zahl der bekannten Exoplaneten auf rund 1700. Als extrasolare Planeten - kurz Exoplaneten - werden die kugelförmigen Himmelskörper bezeichnet, die nicht unter dem vorherrschenden gravitativen Einfluss der Sonne stehen. 961 der bekannten Exoplaneten wurden allein durch den Planetenjäger Kepler entdeckt. Das Teleskop misst Vorbeizüge - sogenannte Transits - kleinerer Planeten an ihren jeweiligen Heimatsternen.

Vier Planeten könnten der Erde ähneln

Vor rund zwei Jahrzehnten wurde der erste Planet außerhalb des Sonnensystems entdeckt. Die Prüfung, ob ein Himmelskörper den Anforderungen entspricht, wurde lange Zeit für jeden Stern einzeln durchgeführt - ein mühsamer Prozess. Der Boom an Neuentdeckungen geht auf eine veränderte Analysetechnik zurück. Mit der neuen Methode können Wissenschaftler mehrere Planeten gleichzeitig verifizieren, wenn sie sich in Sternensystemen bewegen.

Vier der neu entdeckten Planeten sind laut Nasa weniger als 2,5-mal so groß wie die Erde und kreisen in einem Abstand zu ihrer Sonne, der das Vorkommen von Wasser zulässt - und damit die Grundlage von Leben.

usp/dpa/Reuters



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insgesamt 52 Beiträge
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captain2309 27.02.2014
1. Welcher bedeutende
Mensch auf dieser Welt könnte all den Irren auf diesem Planeten,die Einmaligkeit dieser Lebensinsel erklären und verdeutlichen.Alleine die physikalischen Alleinstellungsmerkmale, wie die Konstellation des Muttergestirns und aller dazugehörenden Planten unseres Sonnensystems zueinander, die Massen, Abstände und Umkreisungsgeschwindigkeiten. Nur ein Paramenter nicht genauso, wie er ist, und unsere Welt, unser Leben, miteingeschlosssen die Hybris und der Wahnsinn aller Verrückten dieser Welt, aber auch das Genie, Makulatur. Diese Mission hinauszutragen wäre die primäre Aufgabe einer Weltorganisation und die aller Regierungen. Es ist die einzige, allumfassende Erkenntnis dieser Zivilistaion. Die Einmaligkeit. Keine andere Zivilistaion in diesem Kosmos wird unserer ähnlich sein.
Dromedar 27.02.2014
2. Wen interessiert Wasser?
Die entscheidende Frage ist doch, ob es dort Öl gibt!
cicero_muc 27.02.2014
3. Wir sind nicht alleine ...
Im Kosmos wimmelt es wohl nur so von Leben. Nur beweisen können wir es nicht. Die Distanzen sind nun mal für uns und unsere anderen kosmischen Mitbewohner unüberwindbar. Und so werkelt jeder auf seinem Planeten vor sich hin ... Wir sollten uns also darum bemühen, unseren Heimatplaneten gut und nachhaltig zu bewirtschaften - so schnell kommen wir von hier nicht weg. Und auf Beistand von Außen brauchen wir auch nicht zu offen. Wir sind zwar bei weitem nicht allein im Kosmos, aber wird sind ganz allein auf uns selbst angewiesen. Astro-Mining dürfte daher hochinteressant - und (überlebens)wichtig - werden. So können wir uns über eine längere Zeit hinweg mit diversen Rohstoffen versorgen. Schließlich wollen wir nicht unseren Planeten pocken-narbing aufkratzen um noch den letzten Krümel Kohle aus der Erdruste heraus zu nagen.
analyse 27.02.2014
4. Wann werden wir eigentlich mal entdeckt ?
Wir suchen,suchen,suchen und die anderen Planetenbewohner liegen auf der faulen Haut !Bewegt euch mal !
sgvs 27.02.2014
5. Das ist ein Faschingsscherz, oder?
"715 Neuentdeckungen vermeldete die Nasa insgesamt. Damit erhöhe sich die Zahl der bekannten Exoplaneten auf rund 1700. Als extrasolare Planeten - kurz Exoplaneten - werden die kugelförmigen Himmelskörper bezeichnet, die nicht unter dem vorherrschenden gravitativen Einfluss der Sonne stehen. 961 der bekannten Exoplaneten wurden allein durch den Planetenjäger Kepler entdeckt. Das Teleskop misst Vorbeizüge - sogenannten Transits - kleinerer Planeten an ihren jeweiligen Heimatsternen." 1. April ist ja noch in weiter Feene.
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