Missionsplan: Nasa will einen Asteroiden einfangen

Das Projekt klingt ambitioniert: Die Nasa will einen kleinen Asteroiden einfangen und in den Mondorbit setzen. Dort kann der Himmelskörper dann erforscht werden. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Kollisionen mit solchen kosmischen Geschossen zu vermeiden.

Erst vor kurzem rauschte ein etwa 50 Meter großer Asteroid an der Erde vorbei. Nun will die US-Raumfahrtbehörde bis 2019 ein ähnliches, aber viel kleineres Objekt in Erdnähe bringen, teilte Nasa-Chef Charles Bolden mit. Der Asteroid soll zwischen Erde und Mond platziert werden und später von Astronauten angeflogen werden. Für die Erde stellt der Asteroid laut Nasa keine Gefahr dar.

"Diese Mission bedeutet eine noch nie da gewesene technische Leistung, die zu neuen wissenschaftlichen Entdeckungen und technischen Möglichkeiten führen wird und dabei helfen wird, unseren Heimatplaneten zu beschützen", sagte Bolden. Nach dem Meteoriteneinschlag in Russland Mitte Februar rätseln Forscher, wie sich ein schwerer Treffer durch Flugkörper aus dem All verhindern lassen könnte. Die Asteroidenmission soll langfristig unter anderem klären, wie man einen solchen Körper gezielt von seiner Flugbahn abbringen könnte.

Noch steht das Vorhaben aber am Anfang: Zunächst soll im kommenden Jahr ein sieben bis zehn Meter großer Himmelskörper identifiziert werden, der anschließend von einem speziellen Raumschiff eingefangen und zwischen Erde und Mond ausgesetzt werden könnte. Im Jahr 2021 sollen Astronauten dann zu dem Asteroiden fliegen und Gesteinsproben zurück zur Erde bringen.

Langfristiges Ziel ist der Flug zum Mars

Die Astronauten sollen in einer neuartigen "Orion"-Kapsel zu dem Gesteinsbrocken fliegen, die derzeit von der Nasa entwickelt wird. Das ebenfalls geplante "Space Launch System" soll die Kapsel in den Weltraum schießen. Die Erfahrungen aus dem Projekt könnten dabei helfen, Menschen im Jahr 2025 zu einem größeren Asteroiden und in den Jahren nach 2030 zum Mars zu schicken, teilte die Nasa mit. 2014 will die Nasa mit der Entwicklung der Technik beginnen.

Dafür hat die Behörde bei der US-Regierung ein Anfangsbudget von rund 78 Millionen Dollar (etwa 60 Millionen Euro) beantragt. Im Spätsommer 2013 will die Nasa die technische Machbarkeit und weitere Finanzierung des Projekts beurteilen. Seit längerem planen auch private Firmen abenteuerliche Asteroiden-Missonen. So wollen US-Unternehmen auf den Objekten seltene Metalle wie Platin abbauen, um diese auf der Erde zu verkaufen.

jme/dpa

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insgesamt 20 Beiträge
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1.
krinoline 12.04.2013
waren die letzten Worte eines NASA Wissenschaftlers, bevor die Welt in die Luft flog.
2.
datalien 12.04.2013
Zitat von krinolinewaren die letzten Worte eines NASA Wissenschaftlers, bevor die Welt in die Luft flog.
7 - 10 Meter, da besteht nicht viel Gefahr das die Welt in die Luft fliegt
3. 7 bis 10 Meter Durchmesser macht einen ordentlichen Krater.
DonCarlos 12.04.2013
Das ganze Projekt gibt auch eine nichtatomare Waffe mit großer Sprengkraft ab.
4. Space-Taxi
moen2 12.04.2013
Könnte man eigentlich einen geeigneten Asteroiden dann als Transportmittel benutzen? Also Kapsel drauf und warten, bis er am Mars vorbei fliegt :)
5. Endlich
herkurius 12.04.2013
Endlich lohnen sich die Zillionen, die in die Raumfahrt und insbesondere in die unglaublich genaue Vorausberechnung von Bahnen über Jahre hinweg investiert werden. Ein kleiner Schubs heute und in 20 Jahren "landet" ein nicht allzu großer Meteorit mit der Gewalt tausender Wasserstoffbomben auf Pjöngjang. Oder auf New York, Berlin oder wo man ihn vor Jahren bzw. Jahrzehnten gerne hin haben wollte. Nächster Sport: Billard. Kleiner Brocken - mittlerer Asteroid - ganze Nation oder ganzer Kontinent auf der Erde treffen.
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