USA Nachlass von Neil Armstrong wird versteigert

Er spazierte als erster Mensch auf dem Mond, nun kommt die Sammlung von Astronaut Neil Armstrong unter den Hammer. Zu ersteigern gibt es auch Souvenirs von seiner Reise ins All.

AFP/Nasa

"Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit" - mit diesen Worten trat Neil Armstrong am 21. Juli 1969 von der Leiter der Landefähre auf die Oberfläche des Mondes. Es war ein historisches Ereignis und Armstrong ein Nationalheld.

Dabei war Armstrong eher zurückhaltend und hatte bald genug vom Riesenrummel. Er kündigte seinen Job bei der Nasa und unterrichtete stattdessen unter anderem Studenten in Luft- und Raumfahrttechnik. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio, wo er im August 2012 starb.

Sechs Jahre später werden nun mehr als 2000 private Erinnerungsstücke von ihm versteigert. Darunter sind auch Dinge, die er auf seine Raumfahrtmissionen mitnahm wie eine Flagge der USA, aber auch Briefe und Anstecknadeln, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas mit. Die ersten Objekte sollen im November versteigert werden, weitere Auktionen sind für das kommende Jahr geplant.

Fotostrecke

20  Bilder
Neil Armstrong: Der Nachlass

Armstrongs Sohn, Mark Armstrong, sagte, sein Vater habe der Familie nie gesagt, was mit seinem Nachlass passieren soll. "Ich glaube, er hat sich darüber nicht viele Gedanken gemacht. Aber er hat die Sachen behalten, sie haben ihm also offensichtlich etwas bedeutet", sagt Mark Armstrong. Weil einige Objekte restauriert werden mussten und die Familie bei anderen keine Ahnung hatte, um was es sich eigentlich handelt, entschieden sie sich für die Versteigerung.

"Ich bleibe ein Nerd"

Armstrong selbst hat nie großes Aufheben um seine Sammlung gemacht. So entdeckte seine Witwe Jahre nach seinem Tod einige Souvenirs zufällig in einem Schrank, darunter auch die Kamera, mit der Armstrongs erste Schritte auf dem Mond gefilmt wurden. Die Fundstücke gingen damals an das National Air and Space Museum in Washington D.C.

"Ich bin und bleibe ein Ingenieur und ein Nerd mit weißen Socken und Taschenschoner", sagte Armstrong einmal, als er zu seinem Heldenmut befragt wurde. Dennoch haftete ihm der Spitzname "Ice Commander" an, denn seine Ruhe sogar in schwierigsten Situationen war legendär.

Auch die Mondlandung wäre fast schiefgegangen, weil der Autopilot auf eine felsige Stelle zusteuerte. Armstrong übernahm die Steuerung und setzte die Landefähre sicher auf - 25 Sekunden bevor der Sprit ausgegangen wäre.

koe/dpa/AP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.