Neue Nasa-Missionen Mit "Dragonfly" zum Titan oder Rückkehr zu Tschuri?

Die Nasa treibt ihre Pläne für die Erforschung des Universums weiter voran. Besonders zwei Missionen könnten wichtige Fragen der Forscher klären.

"Dragonfly"-Drohne (künstlerische Darstellung)
NASA/ JHUAPL

"Dragonfly"-Drohne (künstlerische Darstellung)


Laut der Nasa ist es ein riesiger Schritt vorwärts und die nächste "mutige Mission": Eine Reise zum Saturnmond Titan könnte laut der US-Raumfahrtagentur bis etwa 2025 Wirklichkeit werden. Zum Titan soll "Dragonfly" starten, eine Art Drohne. Sie könnte mögliche Landeplätze auf dem Saturnmond ausfindig machen, teilte die Nasa in Washington mit.

Ein Alternativplan sei die Rückkehr zum "Rosetta"-Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Die "Caesar" genannte Mission soll eine Probe aus dem Kern des Kometen zurück zur Erde bringen. "Es sind spannende Untersuchungen, die einige der größten Fragen unseres Sonnensystems beantworten sollen", sagte Nasa-Manager Thomas Zurbuchen.

Die beiden Missionen waren aus zwölf Vorschlägen ausgewählt worden, sie werden bis Ende 2018 finanziert und weiterentwickelt. Welche der beiden dann umgesetzt wird, entscheidet sich im Frühjahr 2019.

Fotostrecke

28  Bilder
Fotos der Saturnsonde "Cassini": Abschied von der Ringwelt

"Dragonfly" ist eine Drohne, die an Dutzenden Orten auf dem größten Saturnmond Titan landen soll. Sie soll Proben nehmen und untersuchen, die Zusammensetzung der Oberfläche bestimmen und prüfen, ob Leben auf dem Mond möglich wäre. Zuletzt hatte die Sonde "Cassini" den Saturn sowie seine Ringe und Monde untersucht.

"Caesar" soll eine Probe aus dem Kern des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko entnehmen und zurück zur Erde bringen. Der Komet war zuletzt von der Raumsonde "Rosetta" der Europäischen Raumfahrtagentur Esa untersucht worden. Deren Lander "Philae" setzte zwar auf dem Kometen auf, der Kontakt ging jedoch verloren. "Caesar" soll nun Herkunft und Geschichte des Kometen untersuchen.

Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Amerikaner wieder auf den Mond schicken zu wollen. Demnach habe er die Nasa damit beauftragt, ein Weltraumerkundungsprogramm aufzulegen. Ob die Pläne umgesetzt werden, ist allerdings unklar.

joe/dpa

insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
laxness 21.12.2017
1. immer gas Gleiche,
Mond, Mars, Kometen..... Die NASA sollte sich von den antiquierten chemischen Verbrennungs-Raketen verabschieden. Damit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Zu langsam, zu schwer. Alternative Antriebe sollten erstmal zur Serienreife gebracht werden. Dann könnte man auch mal wieder was Gescheites anpacken (so wie damals die Mondlandung). Meine 2c
Ökofred 21.12.2017
2. so so..
Zitat von laxnessMond, Mars, Kometen..... Die NASA sollte sich von den antiquierten chemischen Verbrennungs-Raketen verabschieden. Damit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Zu langsam, zu schwer. Alternative Antriebe sollten erstmal zur Serienreife gebracht werden. Dann könnte man auch mal wieder was Gescheites anpacken (so wie damals die Mondlandung). Meine 2c
Und wie muss ich mir das technisch vorstellen? Atombomben runterschnallen?
zeichenkette 21.12.2017
3.
Zitat von laxnessMond, Mars, Kometen..... Die NASA sollte sich von den antiquierten chemischen Verbrennungs-Raketen verabschieden. Damit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Zu langsam, zu schwer. Alternative Antriebe sollten erstmal zur Serienreife gebracht werden. Dann könnte man auch mal wieder was Gescheites anpacken (so wie damals die Mondlandung). Meine 2c
Die "antiquierten chemischen Verbrennungs-Raketen" haben Sonden in das ganze Sonnensystem transportiert, vom Merkur bis zu Pluto und darüber hinaus, Satelliten um die Venus, Mars, Jupiter und Saturn platziert, Sonden auf Mars, Venus und Titan gelandet und insgesamt unendlich mehr an Wissen erbracht als jedes Teleskop und jedes blosse Nachdenken es je gekonnt hätten. Auf diese Weise ist noch viel mehr drin, das ist einfach nur eine Frage, ob wir einen kleinen Bruchteil des Geldes, das wir für Krieg oder Kosmetika ausgeben, vielleicht für die Erforschung unseres Sonnensystems ausgeben. Selbst wenn man religiös ist, ist das nicht weniger als die Erforschung der Schöpfung. Und wenn man das nicht ist, ist das die Befriedigung der Neugier. Was muss man sein, dass einen all das nicht interessiert oder man sogar hochnäsig alles besser weiß? Eingebildet?
benutzername1974 22.12.2017
4. Forschung
Es ist ja schön, dass alle neue Antriebssysteme haben wollen. Der chemische Antrieb ist sicher eine Sackgasse. Allerdings ist jeder Schritt, den wir als Menschheit in Richtung Universum nehmen besser als gar keiner. Am Anfang der Raumfahrt wusste auch niemand wohin die Reise geht. Neue Programme und neues Geld ziehen neue Ideen und Köpfe an. Dann klappt es auch sicher mit neunen Antriebskonzepten. Übrigens alle Sonden im äußeren Sonnensystem sind per Swing by Manöver dort hin gekommen Also fast ganz ohne chemische Antriebe
varlex 22.12.2017
5.
Zitat von laxnessMond, Mars, Kometen..... Die NASA sollte sich von den antiquierten chemischen Verbrennungs-Raketen verabschieden. Damit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Zu langsam, zu schwer. Alternative Antriebe sollten erstmal zur Serienreife gebracht werden. Dann könnte man auch mal wieder was Gescheites anpacken (so wie damals die Mondlandung). Meine 2c
Naja, die Mondlandung gescheit? Es war doch eher ein Prestigeprojekt, als das es wissenschaftlich einen Sinn gemacht hätte. Zum anderen, ein Flug einer Sonde zum Pluto oder eine Sonde zu einem Kometen sind technisch weitaus anspruchsvoller und sind wissenschaftlich gehaltvoller als eine Mondlandung. P.S. eine Reise außerhalb unseres Sonnensystem ist eher ausgeschlossen, da nutzen einem auch aktuelle "alternative" Antriebe nix. Wird also bei Mond, Mars und Kometen für Jahrzehnte bleiben ;)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.