Satellitenprojekt Nordkorea meldet angeblich Raketenstart an

Berichte südkoreanischer Medien sorgen für Aufsehen: Nordkorea hat demnach eine internationale Organisation über einen bevorstehenden Satellitenstart informiert.

Nordkoreanischer Raketenstart (Archivbild): Neuer Start "in den nächsten Wochen" erwartet
AP/dpa

Nordkoreanischer Raketenstart (Archivbild): Neuer Start "in den nächsten Wochen" erwartet


Nach seinem Atomtest im Januar will Nordkorea nach Medienberichten in diesem Monat eine neue Rakete mit einem Satelliten starten.

Das Land habe die Internationale Seeschifffahrtsorganisation über die Startpläne informiert, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag. Der Start solle zwischen dem 8. und 25. Februar erfolgen.

Nordkorea hatte 2012 eine Weltraumrakete gestartet und behauptet, einen Satelliten ins All gebracht zu haben. Die USA warfen dem Land vor, einen verdeckten Test für atomar bestückbare Interkontinentalraketen unternommen zu haben.

Der vierte Atomtest Nordkoreas am 6. Januar löste erneut weltweit Empörung aus.

Erhöhte Aktivität

Nun versetzt die kommunistische Diktatur die Sicherheitsbehörden der USA und Japans erneut in Unruhe: Das Land bereite einen Raketenstart auf dem Testgelände von Sohae vor, berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press bereits Ende Januar, sie berief sich auf einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums.

Der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein Offizieller, die erhöhte Aktivität auf dem Gelände spreche dafür, dass ein Start für die nächsten Wochen zu erwarten sei. Die USA hätten Vorbereitungen für einen Start auf dem Testgelände beobachtet, von dem bereits ballistische Raketen getestet wurden.

Gelänge es Nordkorea, Langstreckenraketen zu entwickeln, wird befürchtet, die Diktatur könnte damit nicht nur Japan, sondern auch die Westküste der USA erreichen.

Erst kürzlich hatte Nordkorea einen Atomsprengsatz getestet und sogar von einer Wasserstoffbombe gesprochen. Diese Angabe wird von Experten allerdings bezweifelt.

boj/dpa/Reuters

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