Panne auf der ISS Sauerstoffgenerator ausgefallen

Auf der Internationalen Raumstation hat der Sauerstoffgenerator den Dienst versagt. Während der Reparaturversuche behilft sich die dreiköpfige Besatzung mit Ersatzpatronen.


Raumstation ISS: Sauerstoffreserven für Wochen
NASA

Raumstation ISS: Sauerstoffreserven für Wochen

Der Sauerstoffgenerator hatte in den letzten Wochen nur periodisch gearbeitet und versagte am Mittwoch schließlich völlig den Dienst. "Die Astronauten verwenden nun Sauerstoffpatronen als Reserve", sagte der Sprecher des russischen Flugleitzentrums, Waleri Lyndin, am Donnerstag dem russischen Fernsehsender NTW.

Von einem Notfall wollten weder die US-Raumfahrtbehörde Nasa noch der russische Partner sprechen. Eine akute Gefährdung der beiden Amerikaner und des russischen Kosmonauten sei ausgeschlossen, sagte Lyndin. Nach Expertenangaben sollen die Sauerstoffreserven an Bord noch Wochen reichen.

Als Ursache der Panne vermutete das russische Kontrollzentrum einen fehlerhaften Sensor in dem Generator. Derzeit arbeiten Spezialisten an einer Computersoftware, um das Problem zu beheben. Ende Mai soll die Raumfähre "Endeavour" eine neue Besatzung sowie weitere Sauerstoffvorräte zur ISS bringen.

Mit dem Einsatz von Sauerstoffpatronen, wie sie die Crew der Station derzeit verwendet, verbinden zumindest die Russen unangenehme Erinnerungen: Auf der im vergangenen Jahr versenkten Raumstation "Mir" hatte eine defekte Patrone 1997 einen Brand ausgelöst.



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