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Panne: Fernsehsatellit verschwindet im All

Herber Verlust: Die Telekommunikationsfirma Eutelsat hat einen Satelliten verloren. Er sollte Fernsehprogramme und Daten in alle Welt senden. Nach dem Aussetzen von der Rakete "Ariane" ließ sich der Satellit anscheinend nicht manövrieren.

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AFP

Ariane 5: Satelliten ins All geschossen

Paris - Kurz nach seinem Start mit Hilfe einer Ariane-5-Rakete ist ein Satellit verloren gegangen. Es habe ein Problem mit dem Antriebssystem des Kommunikationssatelliten gegeben, teilte das Unternehmen Eutelsat Communications am Freitag in Paris mit.

Die europäische Trägerrakete Ariane-5 war am Donnerstagabend (Ortszeit) problemlos vom europäischen Raumfahrtzentrum Kourou im südamerikanischen Französisch-Guyana gestartet. Etwa eine halbe Stunde später wurden die Satelliten W3B und BSAT-3b in Umlaufbahnen ausgesetzt.

Der verloren gegangene Satellit "W3B" sollte für Eutelsat unter anderem Fernsehprogramme und Datenverbindungen in Europa, dem Nahen Osten, Zentralasien, Afrika und dem Indischen Ozean liefern. Es war der 53. Flug einer Ariane-5-Rakete.

"Der Verlust von W3B ist eine Enttäuschung", erklärte Eutelsat-Chef Michel de Rosen. Sein Unternehmen konzentriere sich nun auf die Entwicklung von W3C und auf das neue Satellitenprogramm, "um diesen Verlust auszugleichen". W3B war nach de Rosens Angaben vollständig versichert.

Dennoch musste die Eutelsat-Aktie nach der schlechten Nachricht herbe Verluste hinnehmen. Sie rutschte um bis zu sechs Prozent auf 25,79 Euro ab und war damit so billig wie seit Anfang Juli nicht mehr. Bis zum Mittag wechselten fast vier Mal so viele Eutelsat-Titel den Besitzer wie an einem Durchschnittstag.

boj/dpa/AFP/Reuters

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