Kosmischer Hexenbesen: Himmelsnebel zu Lebzeiten verfolgbar

Es ist ein spektakuläres Foto glühenden Gases: Forscher haben die Überreste einer Supernova fotografiert. Die Sternenexplosion war so hell, dass die Menschen der Steinzeit sie am helllichten Tag sehen konnten. Heute wirken die Reste des Dramas kaum weniger beeindruckend.

Stift oder Besen? Eso-Forschern gelang ein spektakuläres Bild des Pencil NebelsZur Großansicht
DPA/ ESO

Stift oder Besen? Eso-Forschern gelang ein spektakuläres Bild des Pencil Nebels

Trotz der scheinbaren Ruhe am Nachthimmel ist das Universum weit davon entfernt, ein ruhiger Ort zu sein: Glühende Riesen sterben in gewaltigen Explosionen, ihre Reste aus Staub und Gas verdichten sich, bis die Kernfusion wieder zündet und ein neuer Stern entsteht.

Der Bleistiftnebel, unter Astronomen auch als NGC 2736 bekannt, ist ein Überbleibsel einer solchen Supernova, die vor rund 11.000 Jahren ihr Material ins All schleuderte. Entstanden ist ein fragil wirkendes Gebilde, dessen breitester Streifen an einen Stift erinnert - daher auch der Name. Wegen der seltsam glühenden Fäden wird der Emissionsnebel manchmal auch mit einem kosmischen Hexenbesen verglichen.

Jetzt ist Forschern der Europäischen Südsternwarte (Eso) mit dem Wide Field Imager des MPG/ESO 2.2-Teleskops ein beeindruckendes Bild gelungen. Es zeigt die verwobenen Strukturen des Nebels. Ihr Leuchten speist sich aus den dichten Gasen, freigesetzt durch die gewaltige Explosion des Sterns. Zunächst war es viele Millionen Grad heiß, auf seinem Weg durch das All kühlte es immer weiter ab, so dass heute noch wie ein leichtes Glühen zu erkennen ist.

Besonders macht den Bleistiftnebel aber nicht nur sein merkwürdige Form: Er ist nur etwa 800 Lichtjahre von der Erde entfernt und zugleich mit 650.000 Kilometern pro Stunden sehr schnell. Das führt dazu, dass ein Mensch innerhalb seiner Lebensspanne beobachten kann, wie der Bleistiftnebel seine Position am Nachthimmel verändert.

Noch viel spektakulärer aber muss die Entstehung des Bleistiftnebels vor 11.000 Jahren auf die Menschen der Steinzeit gewirkt haben: Als der Stern explodierte, hat er nach Berechnungen von Astronomen rund 250-mal heller geleuchtet als die Venus - und war damit sogar am helllichten Tag gut zu sehen.

nik

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Auf anderen Social Networks teilen
  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
insgesamt 6 Beiträge
jokohonas 18.09.2012
Drei Fehler in dem kurzen Absatz. "... kühlte es immer weiter ab, so dass ES? heute NUR? noch wie ein leichtes Glühen zu erkennen ist." "Besonders macht den Bleistiftnebel aber nicht nur seinE merkwürdige [...]
Drei Fehler in dem kurzen Absatz. "... kühlte es immer weiter ab, so dass ES? heute NUR? noch wie ein leichtes Glühen zu erkennen ist." "Besonders macht den Bleistiftnebel aber nicht nur seinE merkwürdige Form:" "... mit 650.000 Kilometern pro Stunde! sehr schnell." Es fällt mir immer öfters auf, dass manche Artikel bei SPON anscheinend nicht noch einmal durchgelesen werden bevor sie veröffentlicht werden.
Das war halt kein Muttersprachler, der den Text verfasst hat. Da kann man halt kein lupenreines Deutsch erwarten.
Das war halt kein Muttersprachler, der den Text verfasst hat. Da kann man halt kein lupenreines Deutsch erwarten.
Luna-lucia 18.09.2012
Fehler kommen auch nach Korrekturlesen. Manchesmal durch. Ist doch weiter nicht schlimm. Jedenfalls wissen wir, was gemeint ist. Im Gegensatz zu oft absolut unverständlichen, dafür selbst grammatikalisch richtig verfassten [...]
Zitat von gestiefelterkater33Das war halt kein Muttersprachler, der den Text verfasst hat. Da kann man halt kein lupenreines Deutsch erwarten.
Fehler kommen auch nach Korrekturlesen. Manchesmal durch. Ist doch weiter nicht schlimm. Jedenfalls wissen wir, was gemeint ist. Im Gegensatz zu oft absolut unverständlichen, dafür selbst grammatikalisch richtig verfassten Texten, im Juristen Deutsch.
indernet 21.09.2012
ich bin ein Ausländer, der täglich den Spiegel Online liest. Ich bin es gewöhnt, täglich gravierendere Fehler - grammatikalische so wie inhaltliche - zu begegnen und zu ignorieren. Die Sprechart der Kanzlerin finde ich störender [...]
ich bin ein Ausländer, der täglich den Spiegel Online liest. Ich bin es gewöhnt, täglich gravierendere Fehler - grammatikalische so wie inhaltliche - zu begegnen und zu ignorieren. Die Sprechart der Kanzlerin finde ich störender als die kleinen Unachtsamkeiten hier in diesem Artikel.
rawfodog 24.09.2012
wenn alle schwarzen löcher im zentrum der galaxien alles in sich aufgesaugt nhaben, werden sie sich selber annähern und aufsaugen.. wenn dann alle schwarzen löcher sich in einem gigantischem schwaqrzen loch vereinigt haben... was [...]
wenn alle schwarzen löcher im zentrum der galaxien alles in sich aufgesaugt nhaben, werden sie sich selber annähern und aufsaugen.. wenn dann alle schwarzen löcher sich in einem gigantischem schwaqrzen loch vereinigt haben... was geschieht dann? stülpt sich das schwarze loch um in eine neue galaxie voller leere und explodiert, um alles von vorne beginnen zu lassen??
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
alles aus der Rubrik Weltall
alles zum Thema Astronomische Ausblicke

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Dienstag, 18.09.2012 – 13:00 Uhr
  • Drucken Versenden Feedback
  • Kommentieren | 6 Kommentare

Mehr auf SPIEGEL ONLINE





TOP



TOP