Meteorstrom Perseiden Der Himmel voll Sternschnuppen

Was für ein Himmelsspektakel: In der Nacht zu Montag waren so viele Sternschnuppen zu sehen wie sonst nie im Jahr. Sie haben die Perseiden verschlafen? Dann schauen Sie mal hier.

REUTERS

Fotografen mit einem Faible für Himmelsspektakel dürften in den vergangenen Stunden auf ihre Kosten gekommen sein: Der alljährliche Meteorstrom der Perseiden bescherte am Wochenende Nächte voller Sternschnuppen. Schon seit dem 17. Juli sind die Meteore der Perseiden zu sehen - der Höhepunkt war allerdings die Nacht auf Montag. Experten rechneten im Schnitt mit etwa einer Sternschnuppe pro Minute.

Die Perseiden gelten als der ergiebigste Sternschnuppen-Strom des Jahres. Der Name kommt vom Sternbild Perseus, das im August ab Mitternacht östlich steil am Himmel steht. Es sieht in etwa aus wie ein auf dem Kopf stehendes Y. In diesem Sternbild liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Meteore, der sogenannte Radiant. Einen solchen Ausgangspunkt hat jeder Sternschnuppenstrom. In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus unmittelbarer Erdumgebung (weitere Fakten rund um die Meteore der Perseiden können Sie hier nachlesen oder in folgendem Video erfahren).

Video: Was Sie über den Sternschnuppen-Regen wissen sollten

SPIEGEL ONLINE/Kenneth Brandon

In der Nacht zu Montag waren Fotografen unter anderem in Deutschland, Spanien, Österreich und Mazedonien unterwegs, um den Sternschnuppenregen festzuhalten. Dabei sind folgende Bilder entstanden:

Fotostrecke

11  Bilder
Perseiden 2018: Die Augen zum Himmel

aar

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Seite 1
syracusa 13.08.2018
1. da waren fette Kracher dabei
Einige der Sternschnuppen waren unglaublich hell, sogar die von ihnen verursachten Geräusche waren zu hören. Teilweise wurden ganze Himmelsbereiche erleuchtet, auch die Rauchspuren der Himmelsgeschosse waren über längere Strecken hell erleuchtet. So ein Sternschnuppenspektakel habe ich in meinen über 60 Lebensjahren noch nie zuvor erlebt.
mesut2012 13.08.2018
2.
Unter einem Bild der Fotostrecke heißt es: "Zudem ist beim Fotografieren eine Langzeitbelichtung von mindestens 15 Sekunden bis zu 40 Sekunden notwendig, um genug Licht einzufangen." Genügend Licht wovon frage ich mich da. Sicherlich nicht von den Meteoren selbst, die in der Regel Bruchteile einer Sekunde lang am Himmel zu sehen sind. Eine lange Belichtungszeit ist wohl eher hilfreich, die Chancen zu erhöhen, in einer Aufnahme eine Sternschnuppe zu erwischen und zudem notwendig wenn man, wie auf den meisten der gezeigten Bildern, die Milchstraße als Hintergrund abbilden möchte.
permissiveactionlink 13.08.2018
3. Sternschnuppen sind schön,
kein Zweifel. Und wenn man dran glaubt, darf man sich jedes mal was wünschen, wenn man einen Meteor sieht. Ein solcher Sternschnuppenschauer stimuliert auch zum Austausch von Zärtlichkeiten in Form von Küssen, vorausgesetzt, die jeweilige Begleitung ist geeignet. Bei der gestrigen Meteor-Frequenz hätte man die Küsse leicht zum "Dauerbrenner" ausdehnen können. Aber ansonsten sind Sternschnuppen zu nichts von Nutzen. Oder etwa doch ? Meteore sind nicht nur hell, sondern es handelt sich um sehr dünnes, ionisiertes Gas. Die durchschnittliche Höhe von Meteoren liegt bei etwa 80 km über der Erde in der Ionosphäre. Funkwellen werden daran gestreut ("Meteor-Scatter"), sodass damit kurzzeitige Datenübertragungen über 2000 km mittels ultrakurzer Wellen (UKW) möglich sind, mit denen man sonst nur geringfügig weiter als bis zum sichtbaren Horizont kommunizieren kann. Von einem Punkt im Meteor aus werden 6,31 Millionen Quadratkilometer Erdoberfläche erreichbar. Meteor-Scatter wird gerne verwendet, um Daten einer isolierten Messstation zu einer Kontrollstelle zu senden. Da immer genug Meteoriten in die Atmosphäre zwischen Sender und Empfänger eintreten, klappt die Kommunikation meist reibungslos. Dabei wird ein Datenpaket so lange immer wieder gesendet, bis die Empfansstation ihren Empfang bestätigt. Bei manchen Inseln mit tätigen Vulkanen nutzt man das Verfahren bereits. Mehr als 2000 km entfernt dürfen sie aber nicht vom Empfänger entfernt sein.
permissiveactionlink 13.08.2018
4. #3, Korrektur
Die von einem Punkt eines Meteors in 80 km Höhe sichtbare Erdoberfläche ist lediglich 3,12 Millionen km^2 groß. Wenn man die Mantelfläche einer Kugelkappe berechnen will, sollte man tunlichst die zugehörige Bodenfläche der Kugelkappe ignorieren. ;-)
DrStrang3love 13.08.2018
5.
Ich denke nicht, dass Bild Nr. 3 in der Fotostrecke wirklich eine Sternschnuppe zeigt. Dafür ist die Lichtspur viel zu einheitlich. Ich tippe da eher auf einen Satelliten. Bei Bild 10 habe ich auch starke Zweifel, die Auflösung des Bilds ist aber zu gering, um mir ein endgültiges Urteil zu bilden.
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