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"Phoenix"-Mission: Panne verzögert Einsatz von Roboterarm

Als die US-Raumsonde "Phoenix" am Montag auf dem Mars aufsetzte, war der Jubel bei der Nasa riesig. Zwei Tage nach der erfolgreichen Landung gibt es nun erste Probleme: Wegen einer Funkstörung kann die Sonde ihren Roboterarm nicht ausfahren.

Erste Probleme bei der "Phoenix"-Mission: Der Roboterarm der Nasa-Sonde funktioniert nicht. Die Ursache der Panne ist noch nicht endgültig geklärt. Nasa-Projektmanager Fuk Li vermutet jedoch, dass sich das Kommunikationssystem der Sonde "Mars Reconnaisance Orbiter" in den Standby-Modus geschaltet habe. Über den Orbiter wird der Funkverkehr zwischen Erde und Lander abgewickelt. Es gebe allerdings keinen Anlass zur Sorge, "Phoenix" befinde sich in guter Verfassung.

Die Wissenschaftler der Nasa rechnen damit, dass das Problem innerhalb der nächsten 24 Stunden gelöst sei. Derzeit testen sie alle technischen Geräte durch.

Nach dem Ausfahren soll der knapp zweieinhalb Meter lange Roboterarm im Boden des Roten Planeten nach Spuren von Leben suchen. Die Grabung im Permafrost ist für eine Dauer von mindestens 90 Tagen geplant. Forscher vermuten, dass etwa 30 Zentimeter unter der Oberfläche des Mars eine Eisschicht liegt, in der organische Verbindungen enthalten sein könnten.

Während die Wissenschaftler und Ingenieure im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena fieberhaft nach der Lösung des Problems suchen, erreichte sie vor wenigen Stunden ein Schnappschuss der besonderen Art: Die US-Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter" fotografierte "Phoenix" im Landeanflug auf die Marsoberfläche. Darauf sind die Sonde und der helle Fallschirm deutlich zu erkennen. Nach Angaben der Nasa ist es zum ersten Mal gelungen, dass eine Raumsonde eine andere bei der Landung fotografiert.

dme/dpa/AP

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