Raumfähre "Discovery" Shuttle soll von Deutschland aus zu sehen sein

Wenn die Raumfähre "Discovery" startet wie geplant, wird sie unter Umständen auch am hiesigen Himmel zu sehen sein. Zu dem Schauspiel könnte beitragen, dass auch der Haupttank des Shuttles über Europa abgesprengt werden soll.


Noch bangt man bei der Nasa und hofft auf gutes Startwetter für die "Discovery". Wenn aber alles glatt geht, wird der Shuttle bei schönem Wetter Gegen 22.10 Uhr sogar von Deutschland aus am Himmel zu sehen sein - als "hell leuchtendes Flugobjekt", wie Werner Walter vom Centralen Forschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) sagte.

Mit Ferngläsern, Teleskopen oder guten Zoom-Fotoapparaten könne man dann den Überflug beobachten. "Wenn alles im geplanten Timing der Nasa bleibt, dann wird über unserer Sphäre genau zu dieser Zeit der große Tank des Shuttles abgesprengt, was selbst schon ein Spektakel hergeben kann", so Walter. Gegen 22.14 Uhr wird die Raumfähre dann Richtung Osten verschwinden.

Michaela Kircher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bestätigt, dass der Haupttank wohl in dem Zeitraum abgesprengt wird, in dem die Raumfähre den Himmel über Deutschland überquert. Gefahr besteht dadurch nicht: Der Tank wird in der Atmosphäre verglühen.

Für die Beobachtung des Schauspiels dürften in weiten Teilen Deutschlands perfekte Bedingungen herrschen, und zwar nicht nur wegen des klaren Himmels. Die Sonne geht - je nachdem, ob man sich in Süd- oder Norddeutschland befindet - zwischen 21.10 und 22 Uhr unter. Während es also am Erdboden schon vergleichsweise dunkel ist, wird das Shuttle noch von der Sonne beleuchtet.



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