Raumfahrt Chinesische Sonde soll noch 2013 auf dem Mond landen

Nächster Stopp: Mond! Noch vor Jahresende will China eine Sonde auf dem Erdtrabanten landen lassen und mit einem Rover über den Mond fahren. Der nächste Schritt des ehrgeizigen Raumfahrtprogramms steht ebenfalls fest.


Peking - China will noch vor Jahresende erstmals eine Raumsonde auf den Mond schicken. Nach Abschluss der Planungs- und Konstruktionsphase gehe es nun um die unmittelbare Startvorbereitung, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das chinesische Forschungsministerium.

Die Sonde "Chang'e 3" solle "Ende dieses Jahres" vom Raumfahrtzentrum Xichang abheben. Zur erfolgreichen Landung auf dem Mond soll ihr ein neues Abbremssystem verhelfen, dessen technische Details bislang nicht bekanntgegeben wurden. Den Plänen zufolge wird bei der Landung auch ein Rover auf dem Mond abgesetzt. Das Gefährt soll mehrere Monate auf dem Himmelskörper aktiv sein.

Mondproben zur Erde transportieren

In der chinesischen Mythologie ist Chang'e der Name einer Mondgöttin, die auf dem Erdtrabanten lebt. Vor der neuen Sonde hatten die Chinesen in den Jahren 2007 und 2010 schon zwei gleichnamige Vorgängermodelle zu Beobachtungsmissionen Richtung Mond geschickt. "Chang'e 1" hatte vom Orbit aus eine Mondkarte erstellt, bevor die Sonde 2009 planmäßig auf die Oberfläche des Erdtrabanten stürzte. Die Mission von "Chang'e 2" diente ebenfalls der Vorbereitung der nun geplanten Landung.

Im Jahr 2017 will das Land im Rahmen einer unbemannten Mission Bodenproben auf dem Mond entnehmen und dann zur Erde transportieren. Chinesische Forscher haben bereits diskutiert, nach dem Jahr 2020 eine bemannte Mondmission durchzuführen.

Im Juni hat das chinesische Weltraumprogramm die jüngste bemannte Mission erfolgreich abgeschlossen: Drei Taikonauten hatten im Erdorbit an den Vorläufer der chinesischen Raumstation "Tiangong 1" (Himmelspalast) angedockt und zwölf Tage in dem Raummodul verbracht. Die Station soll um das Jahr 2020 fertiggestellt werden. Betrieben wird das ambitionierte Raumfahrtprogramm von der nationalen Volksarmee.

wbr/AFP/Reuters



insgesamt 25 Beiträge
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Pixopax 29.08.2013
1. Toll
wenn man sich mal überlegt, dass den Amerikanern in 1969, einer Zeit, in der es noch nicht einmal Taschenrechner gab!, mehrfach eine erfolgreiche Landung gelungen ist, sieht man, wie weit zurück die Chinesen wirklich noch sind. 51 Jahre danach wollen sie es wagen, ich bin gespannt.
micromiller 29.08.2013
2. das ist wohl zeitgleich mit den siegesfeiern von rot/gruen
und der beginn der endgueltien kastrierung und vergesellschftung saemlticher initiativen und freiheiten in unserem land. die wisschenschaftliche fuehrung, forschung und erfolge werden dann in asien gefeiert. uns bleibt der morast aus gruen/roten verbots und regulieruns vorschriften und den professionellen enterpreten.. china und asien ziehen an uns vorbei, weil wir es zulassen, dass wir von weltfremden und lebensunerfahrenen menschen gefuehrt werden.
spon-facebook-537421742 29.08.2013
3. pinyin
Wie lange es wohl dauern wird, bis Nachrichtensprecher und Reporter sich bequemen, die korrekte Aussprache chinesischer Wörter zu erlernen, anstatt auf gut Glück davon auszugehen, daß Pinyin genau nach 'deutschen' Regeln ausgesprochen wird?
Robert_Rostock 29.08.2013
4.
Zitat von Pixopaxwenn man sich mal überlegt, dass den Amerikanern in 1969, einer Zeit, in der es noch nicht einmal Taschenrechner gab!, mehrfach eine erfolgreiche Landung gelungen ist, sieht man, wie weit zurück die Chinesen wirklich noch sind. 51 Jahre danach wollen sie es wagen, ich bin gespannt.
Den Amerikanern und den Sowjets ist bereits 1966 eine erfolgreiche Landung gelungen.
powerkraut 29.08.2013
5. Zensur nicht notwendig. Danke!
Zitat von spon-facebook-537421742Wie lange es wohl dauern wird, bis Nachrichtensprecher und Reporter sich bequemen, die korrekte Aussprache chinesischer Wörter zu erlernen, anstatt auf gut Glück davon auszugehen, daß Pinyin genau nach 'deutschen' Regeln ausgesprochen wird?
Vermutlich so lange, bis chinesische Nachrichtensprecher und Reporter sich bequemen, die korrekte Aussprache deutscher Wörter zu erlernen.
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