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Raumfrachter "Dragon": Probleme auf dem Weg zur Raumstation

"Falcon 9"-Rakete mit Raumfrachter "Dragon": Ausfall von drei der vier Korrekturdüsen Zur Großansicht
REUTERS

"Falcon 9"-Rakete mit Raumfrachter "Dragon": Ausfall von drei der vier Korrekturdüsen

Schon kurz nach dem Start ist es zu technischen Schwierigkeiten gekommen: Nur eine der vier Korrekturdüsen des privaten Raumfrachters "Dragon" funktioniert. Betreiber SpaceX und die Nasa sollen das Problem gelöst haben. Dennoch ist unklar, ob der Frachter an die Raumstation ISS andocken kann.

Cape Canaveral - Beim Flug zur Internationalen Raumstation ISS ist der unbemannte private US-Raumfrachter "Dragon" rund elf Minuten nach dem Start auf technische Probleme gestoßen. Nach dem Abkoppeln der Trägerraketen seien laut dem Gründer der Betreiberfirma SpaceX, Elon Musk, drei der vier Korrekturdüsen ausgefallen. Zudem gibt es Probleme mit einem Treibstoff-Ventil.

Die Korrekturdüsen sind für die Manövrierfähigkeit des Frachters erforderlich, zudem werden sie dafür benötigt, die Sonnensegel in Richtung Sonne auszurichten. Derzeit funktioniere nur eine der vier Düsen. "Wir versuchen, die anderen drei hochzufahren", sagte SpaceX-Sprecherin Christina Ra: "Sobald wir mindestens zwei Düsen starten können, werden wir eine Serie von Schüben beginnen, um zur Raumstation zu gelangen."

Bei der Live-TV-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde Nasa hieß es, Mitarbeiter von Nasa und SpaceX arbeiteten daran, das Problem zu beheben. Musk teilte per Twitter mit, dass die Sonnensegel des Raumfrachters erfolgreich ausgefahren wurden. Nun werde daran gearbeitet, die Korrekturdüsen wieder in Betrieb zu nehmen.

ISS-Ankunft auf unbestimmte Zeit verschoben

Die "Dragon"-Raumkapsel war am Freitagnachmittag mit einer "Falcon 9"-Rakete von der Cape Canaveral Air Force Station im US-Bundesstaat Florida gestartet. Zunächst hatte SpaceX verkündet, sowohl das Abheben als auch die Trennung von Kapsel und Rakete seien erfolgreich verlaufen. Der Frachter soll mehr als 500 Kilogramm Vorräte zur Internationalen Raumstation ISS bringen, wo er laut Plan am Samstag (12.30 Uhr MEZ) erwartet wird. Am 25. März soll "Dragon" wieder auf der Erde landen. Eine Tonne Material, darunter die Ergebnisse medizinischer Experimente, soll die Raumkapsel wieder mitnehmen.

Der Frachter sei stabil, sagte SpaceX-Chef Elon Musk später bei einer Pressekonferenz. Das Problem könne möglicherweise am Sauerstoff-Druckausgleich gelegen haben, sagte Musk: "Da scheint es eine Verstopfung gegeben zu haben. Wir glauben aber, dass wir die inzwischen gelöst haben." Er erwarte auch, dass alle vier Korrekturdüsen noch im Lauf des Freitags wieder in Betrieb genommen werden könnten. "Das war schon ein bisschen angsteinflößend, aber wir glauben, dass wir das Problem jetzt gelöst haben."

Nun müsse gemeinsam mit der Nasa das weitere Vorgehen beraten werden. Nur wenn die US-Raumfahrtbehörde das Andocken als sicher einstuft, kann sich der Frachter auf den Weg zur ISS machen. Bis dahin ist die für Samstag geplante Ankunft auf unbestimmte Zeit verschoben. "Am Wochenende wird es wahrscheinlich nicht mehr sein. Sonntag wäre ganz eventuell noch eine Möglichkeit, aber jetzt ist es noch zu früh, um das sicher zu sagen." Notfalls kann der Raumfrachter dank seines Sonnensegels mehrere Monate lang im All bleiben.

Im vergangenen Jahr hatte der erste private Raumtransporter der Geschichte einen erfolgreichen Testflug und auch seinen ersten Versorgungsflug zur ISS absolviert. Insgesamt zwölf dieser Missionen sind vorerst vorgesehen. Die SpaceX-Raumkapsel ist zur Zeit die einzige Möglichkeit, Fracht von der ISS zur Erde zurückzubringen.

max/dpa/AFP/Reuters

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1.
Subco1979 01.03.2013
Zwischen Kostendruck und Qualität... man kann solche Systeme auch stabil genug bauen, dass sie nicht ausfallen. Die für Normalbürger am einfachsten nachvollziehbare Möglichkeit sind Zweitsysteme. Das geht aber auch gleich merklich ins Geld. Man wird sich irgendwann entscheiden müssen: 300 Milliarden pro Jahr an die Banken - oder 1 Milliarde zusätzlich in die Forschung. Was soll es werden?
2.
elektrotechniker 01.03.2013
Das europäische ATV transportiert 6t, das japanische HTV 7t. Die Amerikaner sollten lieber einen weiteren solchen Transporter ordern, die haben bisher zuverlässig funktioniert und transportieren das grob 12- bzw. 14-fache des SpaceX-Transporters. Aber es muss ja unbedingt ein amerikanischer Hersteller sein, Patriotismus über alles.
3. Dragon wieder unter Kontrolle
Zearom 01.03.2013
Thruster Pods 1 und 4 funktionieren nun. Sprich Mission geht weiter :) https://twitter.com/elonmusk/status/307580263637061633
4. mathematiker
pierre_gre 01.03.2013
die sind nicht dafuer gedacht auch fracht zurueck zur erde zu transportieren. bitte richtig lesen und dann nerven, danke.
5. ein Softwareproblem
velociraptor 01.03.2013
Zitat von sysopREUTERSSchon kurz nach dem Start ist es zu technischen Schwierigkeiten gekommen: Nur eine der vier Korrekturdüsen des privaten Raumfrachters "Dragon" funktioniert. Sollten Betreiber SpaceX und die Nasa das Problem nicht lösen können, wäre die Versorgungsmission zur Raumstation ISS wohl gefährdet. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/raumfrachter-dragon-hat-probleme-auf-dem-weg-zur-raumstation-iss-a-886471.html
Sind da jetzt ein paar Software-Bugs behoben worden, oder wie lässt sich das Problem von fern beheben...? Irgendwie peinlich.
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