Roter Planet: Vulkanasche schwärzt Krater auf dem Mars

Vulkanasche kommt nicht nur auf der Erde vor - auch auf dem Mars wirbelt sie durch die Gegend. Spektakuläre Fotos der europäischen Raumsonde "Mars Express" zeigen, wie der dunkle Staub den riesigen Einschlagskrater eines Meteoriten tiefschwarz färbt.

Vulkanasche: Feinstaub auf dem Mars Fotos
ESA / DLR / FU Berlin / G. Neukum

Berlin - Alle reden über die Asche, mal wieder. Sie wissen schon, der feine Staub aus dem isländischen Vulkan mit dem nach wie vor schwer auszusprechenden Namen. Sogar im fernen Marokko haben die winzigen Partikel in der Luft den Flugverkehr mittlerweile lahmgelegt.

Und so verwundert es nur wenig, dass auch das Deutsche Zentrum von Luft- und Raumfahrt (DLR) nicht nur mit seinem "Falcon"-Forschungsflugzeug auf Aschejagd geht, sondern auch mit der Stereokamera HRSC auf der Esa-Raumsonde "Mars Express". Denn auch auf unserem Nachbarplaneten gibt es große Mengen Vulkanstaub. Sie sammeln sich, das zeigen die Bilder, in windgeschützten Bereichen von riesigen Einschlagkratern.

Ganz neu ist die Erkenntnis nicht unbedingt. Bilder der Ascheablagerungen gab es auch schon - aber die nun veröffentlichten HRSC-Aufnahmen lassen sich im aktuellen Aschetrubel natürlich gut vermarkten. Doch egal, spektakulär sind die schon im Jahr 2005 entstandenen Bilder von Meridiani Planum, der ausgedehnten Ebene im nördlichen Tiefland des Mars', allemal.

Starke Nordostwinde tragen den Vulkanstaub hier übers Land. Die dunkelrot bis dunkelgrau gefärbte Substanz besteht zum Beispiel aus den eisen- und magnesiumreichen Silikaten Olivin und Pyroxen. Einen wichtigen Unterschied zwischen den irdischen Vulkanen auf Island und denen auf dem Mars gibt es freilich: Die Magmaschlote auf dem roten Planeten gelten als nicht mehr aktiv.

Doch auch da kann man sich nicht ganz sicher sein. So haben Nasa-Forscher im Jahr 2007 darüber spekuliert, ob die Mars-Vulkane aktuell nur schlafen - und jederzeit wieder aktiv werden könnten.

chs

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