Rückkehr von Raumstation Raumfahrer landen bei minus 20 Grad

Landung in der kasachischen Steppe: Drei Raumfahrer sind von der Raumstation zur Erde zurückgekehrt. Starke Kälte zwang sie zur Programmänderung.

Nasa-Astronaut Randy Bresnik nach der Landung
BILL INGALLS/NASA /EPA-EFE/REX/Shutterstock

Nasa-Astronaut Randy Bresnik nach der Landung


Nach rund fünf Monaten auf der Internationalen Raumstation (ISS) sind drei Raumfahrer sicher wieder auf der Erde gelandet. Eine Sojus-Kapsel mit dem Russen Sergej Rjasanski, dem US-Amerikaner Randy Bresnik und dem Italiener Paolo Nespoli setzte planmäßig in der Steppe von Kasachstan in Zentralasien auf. Das zeigten Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag.

"Es ist alles glattgegangen", sagte der Kommentator. Die Landestelle lag etwa 150 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan. Auf der Leinwand der russischen Flugleitzentrale bei Moskau erschien der traditionelle Schriftzug "Landung bestätigt".

Landung der Kapsel am Fallschirm
BILL INGALLS/NASA /EPA-EFE/REX/Shutterstock

Landung der Kapsel am Fallschirm

Der Rückflug von der ISS hatte etwa drei Stunden vorher begonnen. Nasa-Bilder zeigten, wie sich das russische Raumschiff langsam von der ISS entfernte.

Möglichst schnell ins Warme bringen

Die Rückkehrer stießen in Kasachstan auf eisiges Winterwetter mit 20 Grad Frost. Deshalb hatte das Bergungsteam angekündigt, das Programm zu ändern, die übliche Fotosession nach der Landung auf ein Minimum zu reduzieren und die Raumfahrer möglichst schnell ins Warme zu bringen.

Als ersten hievte die Bergungsmannschaft den Sojus-Kommandanten Rjasanski aus der Kapsel. Später zeigten Fernsehbilder, wie Bresnik in der hellen Wintersonne mit seiner Familie telefonierte.

Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen die Raumfahrer zunächst Hilfe, da die Muskeln erschlafft sind und der Körper sich erst wieder an die Erdanziehung gewöhnen muss.

Derzeit halten noch ein Russe und zwei Amerikaner die Stellung auf dem Außenposten der Menschheit. Doch schon in wenigen Tagen wird Verstärkung erwartet: Am Sonntag starten der Russe Anton Schkaplerow, der Amerikaner Scott Tingle und der Japaner Norishige Kanai zur ISS.

Die Raumstation umkreist die Erde in etwa 400 Kilometern Höhe, sie wird seit 17 Jahren von Astronauten bewohnt.

boj/dpa

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