Satellit "IceSat-2" Laser sollen Eisdecke vermessen

Die Nasa hat einen neuen Satelliten ins All geschickt. "IceSat-2" soll die Erdoberfläche mit Lasern vermessen und so beispielsweise die Eisdecke an den Polen der Erde beobachten.

"Delta II"-Rakete beim Start
Nasa/dpa

"Delta II"-Rakete beim Start


Ein neuer Klima-Satellit der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll unter anderem die Eisflächen der Erde mit einem Laser bestimmen. Der Satellit "IceSat-2" startete am Samstag mit einer "Delta II"-Rakete vom "Vandenberg AFB Space Launch Complex" der US-Air Force im US-Bundesstaat Kalifornien, wie die Nasa mitteilte.

"IceSat-2" (Ice, Cloud and Land Elevation Satellite-2) trägt einen Laser, der pro Sekunde 10.000 Impulse zur Oberfläche der Erde schickt. Anhand der Zeitspanne, die es dauert, bis die Impulse zurück zum Satelliten kommen, können Wissenschaftler die Höhe von Eisdecken, Gletschern und Vegetation auf der Erde berechnen und Veränderungen beobachten.

"Mit der Mission setzen wir die Erforschung abgelegener Polarregionen unseres Planeten fort", sagt Thomas Zurbuchen von der Nasa. Man wisse damit genauer, wie sich die Eisschichten der Erde veränderten.

Klimaprognosen verbessern

Das Laser-Instrument wird zwei Wochen nach dem ersten Funktionstest eingeschaltet. Dann soll es unter anderem die Dicke des Eisschildes in Grönland und der Antarktis dokumentieren.

"Der Raketenstart war schon aufregend, aber für uns Wissenschaftler beginnt der wesentliche Teil der Mission, wenn wir den Laser anmachen und erste Daten sammeln", sagt Thorsten Markus vom Goddard Space Flight Center der Nasa. Mit den Daten wollen die Forscher auch Vorhersagen über den Meeresspiegelanstieg verbessern.

Mit der Zeit soll eine Karte der Erde entstehen, mit der sich nicht nur Veränderungen des Eises dokumentieren lassen. Auch Wälder können mithilfe des Lasern beobachtet werden.

Der Vorgänger-Satellit, "IceSat", war zwischen 2003 und 2010 in Betrieb. Die "Delta II"-Rakete, mit der "IceSat-2" ins All gebracht wurde, stammt vom privaten Unternehmen United Launch Alliance (ULA).

Im Video: Satelliten - Helfer im Weltraum (BBC)

jme/dpa

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