Die Erwartungen an "Tom" und "Jerry" sind hoch gesteckt: Die beiden Satelliten, von Technikern nach den sich ewig jagenden Zeichentrickfiguren benannt, sollen die Erdanziehungskraft genauer als je zuvor bestimmen, erklärt Projektleiter Christoph Reigber vom GeoForschungsZentrum Potsdam. Die präzisen Daten werden nach den Hoffnungen der beteiligten Wissenschaftler helfen, bessere Klimamodelle zu entwickeln.
Das Satelliten-Gespann, ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-Weltraumbehörde Nasa, soll am am Samstag um 10.23 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom sibirischen Raumfahrtbahnhof Plessezk aus ins All geschossen werden. Als Transportmittel dient eine umgebaute russische Interkontinentalrakete vom Typ SS-19 - laut Reigber eine geeignete Methode, Kriegswaffen auf friedliche Weise zu entsorgen. Den Start will das DLR ab 9.00 Uhr live im Internet übertragen.
Dazu werden die Zwillinge die Erde in 500 Kilometer Höhe umkreisen und einen Abstand von 220 Kilometern zueinander halten. Gerät der vordere Satellit in ein stärkeres Gravitationsfeld, ändert sich die Distanz zum hinter ihm folgenden Partner - aus diesen Abweichungen können die Wissenschaftler die jeweilige Schwerkraft errechnen.
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