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Satellitenbild der Woche: Algenteppich in der Arktis

Einzeller statt Eisberge: Eine riesige Algenblüte breitet sich im Arktischen Ozean aus. Auf dem Satellitenbild lassen sich die kleinen grünen Schwimmer gut erkennen, die für das Weltklima ungemein wichtig sind.

Es taut im hohen Norden. Seit dieser Woche steht fest: Die Eisfläche in der Arktis ist in diesem Sommer auf den zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen zusammengeschmolzen. Das National Snow and Ice Data Center der USA hat mit 4,5 Millionen Quadratkilometern einen Wert gemessen, der nur knapp über dem Negativrekord des vergangenen Jahres lag.

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ESA

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Auf diesem Bild des Esa-Satelliten "Envisat" zeigt sich, was statt des Eises im Sommer in großen Bereichen des Arktischen Ozeans schwimmt: eine Algenblüte gigantischen Ausmaßes. Zu sehen ist ein Bereich, der sich von der Barentssee bis zum Eingang der Nordostpassage erstreckt. Hier ist das Wasser im Schnitt mehr als 200 Meter tief. Links im Bild ist die Halbinsel Kola zu erkennen, unten rechts ist die zu Russland gehörende Kolgujew-Insel zu erkennen, auf der Erdöl gefördert wird.

Der Satellit kommt der Blüte im Ozean auf die Schliche, weil seine Sensoren das grüne Chlorophyll der Algen gut erkennen können, das sich klar vom Blau des Ozeans abhebt. Plankton ist die wichtigste Lebensform der Weltmeere. Die mikroskopisch kleinen Organismen driften an oder kurz unter der Wasseroberfläche.

Sie sind für das Funktionieren der Ökosysteme überaus wichtig: Die pflanzlichen Bestandteile wie die Algen, das sogenannte Phytoplankton, spielen nicht zuletzt als Speicher des Treibhausgases Kohlendioxid eine Rolle. Die tierischen Bestandteile, das sogenannte Zooplankton, dienen Walen und Fischen als Nahrungsquelle.

chs

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