Satellitenbild der Woche Eisiges Feuerland

Das südamerikanische Patagonien ist eine der abwechslungsreichsten Regionen der Welt - sowohl landschaftlich als auch klimatisch. Ein Bild des europäischen Satelliten Envisat bietet einen faszinierenden Blick auf das Gebiet.


Patagonien erstreckt sich zwischen dem Rio Negro im Norden und der Magellanstraße am Südzipfel Südamerikas. Auf der linken Seite des Satellitenbildes sind die schneebedeckten Gipfel der Anden zu erkennen, die eine natürliche Grenze zwischen Chile und Argentinien bilden.

Patagonien: Wildes Wetter bestimmt die Region
ESA

Patagonien: Wildes Wetter bestimmt die Region

Die längste Gebirgskette der Welt ist zugleich auch für den scharfen landschaftlichen Kontrast zwischen den beiden Ländern verantwortlich. Oben links im Envisat-Bild markiert tiefes Grün das kühle und feuchte Mittelchile. Argentinien erscheint dagegen bräunlich und trocken aufgrund seines wasserarmen und subantarktischen Klimas.

Im südlichen Teil Argentiniens reicht Patagonien vom Atlantik im Osten bis zu den Anden im Westen. Weder in Nord- noch in Südamerika gibt es eine größere Wüste. Feuerland befindet sich an der Südspitze Patagoniens und ist zwischen Argentinien und Chile aufgeteilt.

Ferdinand Magellan hat die Inseln im Jahr 1520 entdeckt und sie "Terra del Fuego" genannt, weil die Ureinwohner am Ufer zahlreiche Feuer entzündet hatten - sowohl um zu kochen als auch um sich angesichts einer Jahresdurchschnittstemperatur von 6 Grad warm zu halten. Feuerland liegt im Zirkumpolarstrom, der die Antarktis umfasst, und kann sich des vielleicht ungemütlichsten Wetters der Welt rühmen. Die meiste Zeit liegt es unter Wolken und wird von starkem Wind zerzaust.

mbe

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