Satellitenbild der Woche Erstes Foto vom neuen Himmelswächter

Die Nasa hat einen neuen Satelliten in der Umlaufbahn - und sein erstes Bild begeistert die Forscher. Der Orbiter "NPP" soll in den kommenden Jahren dokumentieren, wie sich die Erde unter dem Einfluss des Menschen verändert.

Erstes Bild des Satelliten "NPP": Nordostamerika in hoher Auflösung
NASA/ NPP

Erstes Bild des Satelliten "NPP": Nordostamerika in hoher Auflösung


Die Nasa nennt ihren neuesten Erdbeobachtungssatelliten offenbar lieber mit seiner Abkürzung als mit seinem vollen Namen, und das hat einen Grund: Der Orbiter heißt National Polar-orbiting Operational Environmental Satellite System Preparatory Project. Oder lieber kürzer: "NPP".

Jetzt hat die US-Weltraumbehörde das erste Bild des Satelliten veröffentlicht: Es zeigt einen großen Bereich Nordostamerikas in beeindruckender Auflösung. Zu sehen sind die Großen Seen in den USA und der Hudson Bay im Norden; im Süden reicht das Bild bis nach Kuba und zur Küste von Venezuela. Auf der Website der Nasa ist das Foto in Originalauflösung zu sehen.

"Dieses Bild ist ein großer Schritt nach vorn", schwärmte James Gleason vom Goddard Space Flight Center der Nasa. "NPP" wurde am 28. Oktober ins All geschossen und hat vor einigen Tagen seine Umlaufbahn in einer Höhe von 824 Kilometern erreicht. Dort rast er mit einer Geschwindigkeit von fast 27.000 Kilometern pro Stunde um die Erde.

Die Visible Infrared Imager Radiometer Suite (VIIRS) ist mit 252 Kilogramm das schwerste von fünf Instrumenten an Bord von "NPP". Es sammelt radiometrische Daten im Bereich des sichtbaren und infraroten Lichts. Auf 22 Kanälen im elektromagnetischen Spektrum werden Feuersbrünste, die Eisbedeckung, die Ozeane, die Vegetationsverteilung, Wolken und Land- sowie Meerestemperaturen erfasst. Für das jetzt veröffentlichte Bild wurden drei Kanäle (rot, grün und blau) verwendet.

"Solche langfristig erfassten Daten sind von zentraler Bedeutung, um festzustellen, wie sich die Erdoberfläche verändert", sagte Chris Justice, Geograf an der University of Maryland. Als Beispiele nannte er den Klimawandel und andere menschliche Eingriffe.

mbe

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