Satellitenbild der Woche: Schönheit voller Salz und Staub
Menschenleer und abgeschieden ist die Salzwüste Dascht-e Kawir im iranischen Hochland. Aus dem All zeigt sie ihre berauschende Schönheit. In der Gegend soll das Mullah-Regime auch einen eigenen Teststand für Raketen betreiben.
Berlin - Wenn es Iran in deutsche Medien schafft, liegt das oft genug am umstrittenen Atomprogramm des Regimes in Teheran. Auch die Repressionen gegen Oppositionelle oder geopolitisches Säbelrasseln sind immer wieder Themen. Dabei hat Iran auch abseits der Politik einiges zu bieten - unter anderem bezaubernde Landschaften, wie dieses Satellitenbild beweist.
Es zeigt die Wüste Dascht-e Kawir im iranischen Hochland. Das Gebiet ist weitestgehend unbewohnt und lebensfeindlich. Die iranische Regierung betreibt hier ein Militärgelände, von dem wohl auch Satelliten ins All geschossen werden können.
Riesige Bereiche der Wüste sind mit Salz bedeckt. Niederschlag fällt hier kaum, weil das Areal im Regeschatten der Gebirge Zagros und Elbrus liegt. Die wenigen Tropfen, die trotzdem fallen, verdunsten extrem schnell. Die Salzdepots in den unwirtlichen Wüstenregionen verhelfen Iran alledings zu Geld: Das Land produziert dort im großen Stil Mineralien.
Die Salzablagerungen sorgen auch für die beinahe außerirdisch anmutenden Formen im Bild des Satelliten "Ikonos-2". Der Flugkörper - der Name ist vom griechischen Wort für "Bild" abgeleitet - kann auch noch einen Meter kleine Objekte auflösen. Er umkreist die Erde in einer Höhe von gut 680 Kilometern, und das schon seit mehr als zwölf Jahren.
Auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn und überfliegt "Ikonos -2" einen bestimmten Punkt der Erde immer zur selben Tageszeit. Am Äquator ist er jeweils um 10.30 Uhr der lokalen solaren Zeit. Auf den Bildern fällt der Schattenwurf damit immer gleich aus, weil sich der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen nicht ändert.
Der rund 800 Kilogramm schwere "Ikonos-2" wird betrieben von der US-Firma GeoEye, die kommerzielle Satellitenbilder anbietet. Das Unternehmen greift bei der Datengewinnung, -verarbeitung und -verbreitung auf die Europäische Weltraumagentur (Esa) zurück. Eigentlich wollte die Firma zwei Satelliten gleichzeitig im Einsatz haben. Doch der erste der beiden "Ikonos"-Satelliten versagte gleich beim Start, weil es Probleme mit der Rakete gab.
chs
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