Satellitenbild der Woche Sturm im Anmarsch

Der Süden der USA und die Karibik erleben derzeit Wetterextreme: Es herrschen hohe Temperaturen, in Texas sorgte ein tropischer Sturm für schwere Überschwemmungen. Und der erste Atlantik-Hurrikan der Saison zieht nach Westen.


Es war ein Unwetter mit Ansage. Das von der National Oceanic & Atmospheric Administration (NOAA) veröffentlichte Falschfarbenbild zeigt den tropischen Sturm "Erin" auf seinem Weg Richtung Texas. Das Foto entstand am Mittwoch. Die Behörden warnten schon vorab vor heftigen Regenfällen - zurecht wie die vergangenen Stunden gezeigt haben.

Unwetter aus dem All: Der tropische Sturm "Erin" auf seinem Weg Richtung Texas
AP

Unwetter aus dem All: Der tropische Sturm "Erin" auf seinem Weg Richtung Texas

Ausläufer des Sturms "Erin" überfluteten weite Teile von Texas. Betroffen war vor allem die Umgebung von Houston und San Antonio. Zwei Bewohner kamen nach Angaben der Behörden ums Leben. Einer von ihnen ertrank in San Antonio, als er aus seinem Auto steigen wollte. Er wurde von den Fluten davongerissen.

Seit Mitte Juni gab es in Texas sowie in Teilen von Oklahoma und Kansas immer wieder Überschwemmungen. Das Land sei daher jetzt vollgesogen wie ein nasser Schwamm, sagte Bezirksrichter Ed Emmett.

Unterdessen näherte sich der Hurrikan "Dean" den Jungfern-Inseln und Puerto Rico. Der Wirbelsturm fegte mit Windgeschwindigkeiten von 160 Kilometern in der Stunde über die östliche Karibik hinweg. Sein Zentrum lag in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) 145 Kilometer nordöstlich von Barbados und bewegte sich in westlicher Richtung. Auf den Inseln Dominica, St. Lucia und Martinique wurden Sturmwarnungen herausgegeben und Flughäfen geschlossen.

Shell evakuierte in dieser Woche wegen "Erin" 188 Arbeiter von Anlagen im Meer und erklärte, nun beobachte man sehr aufmerksam den Weg von "Dean". Auch die Firma Transocean zog vorsichtshalber elf Mitarbeiter aus dem Golf von Mexiko, 260 Kilometer südöstlich von New Orleans, ab.

"Dean" ist der erste Atlantik-Wirbelsturm der Saison. Forscher hatten im April eine heftige Hurrikan-Saison prognostiziert. Verheerende Stürme sind allerdings bisher ausgeblieben. Meteorologen vermuten, dass dies an einer Serie von Sandstürmen aus der Sahara liegt, die ein wenig Schatten auf das Wasser geworfen und so dessen Erhitzung abgeschwächt haben. Entwarnung wollen Wissenschaftler jedoch noch nicht geben: Die Phase mit der traditionell größten Sturm-Aktivität hat eben erst begonnen. Sie reicht von August bis Oktober.

hda/AP

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