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"Cassini" und "Messenger": Erde und Mond, von Saturn und Merkur aus gesehen

Erde und Mond: Blassblauer Punkt mit weißem Begleiter Fotos
NASA/ JPL-Caltech/ SSI/ JHUAPL/ Carnegie Institution of Washington

Winzige Punkte unter den Ringen des Saturn: Die weit entfernte Raumsonde "Cassini" hat Erde und Mond fotografiert. Gleichzeitig blickte der Späher "Messenger" vom Merkur aus auf unseren Heimatplaneten. Entstanden ist eine Reihe faszinierender Bilder.

Ein blassblauer Punkt und ein weißer: Aus rund 1,5 Milliarden Kilometern Entfernung sind Erde und Mond auf zwei Flecken im riesigen, dunkeln Raum hinter den Saturn-Ringen zusammengeschrumpft. Die Raumsonde "Cassini", die den Saturn umkreist, hat am 19. Juli ihre Kamera auf die Erde ausgerichtet, um unseren Heimatplaneten zu fotografieren. Am selben Tag schoss auch eine weitere Sonde Fotos der Erde: "Messenger", die den Merkur umkreist. Diese Bilder entstanden in einer Entfernung von rund 98 Millionen Kilometern.

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat die Bilder jetzt veröffentlicht. "Die Fotos erinnern uns daran, wie klein unser Planet in der Weite des Weltalls ist", sagt Linda Spilker vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa. "Es ist außerdem ein Beweis für den Erfindergeist der Bewohner dieses kleinen Planeten, die es geschafft haben, eine Sonde hinauszuschicken, dass sie den Saturn studieren und einen Blick zurück auf die Erde werfen kann."

Winziger Punkt im All

Die neuen Aufnahmen sind nicht die ersten beeindruckenden Porträts der Erde aus der Ferne: Bereits 1990 fotografierte "Voyager 1" aus mehr als 6,4 Milliarden Kilometern Distanz den "Pale Blue Dot". Auf der "Cassini"-Aufnahme sind allerdings Erde und Mond einzeln zu erkennen.

Damit eine Sonde im äußeren Sonnensystem die Erde knipsen kann, braucht sie einen schattigen Punkt. Denn beim direkten Blick Richtung Sonne würden die Instrumente Schaden nehmen. Für "Cassini" hatte sich gerade der Saturn vor die Sonne geschoben und den größten Teil ihres Lichtes blockiert, als die Raumsonde die Fotos aufnahm. Vor kurzem gelang "Cassini" auch ein Schnappschuss der Venus.

Auch auf den "Messenger"-Aufnahmen erscheinen Erde und Mond als zwei unterschiedlich große Punkte. Die Bilder sind überbelichtet, erklärt die Nasa. Deshalb wirken beide Himmelskörper so groß. Auch die Ausbuchtungen seien Bildartefakte, die durch die lange Belichtungszeit entstanden sind.

Suche nach Merkur-Monden

Das Foto ist im Rahmen einer wissenschaftlichen Mission der Sonde entstanden. "Messenger" untersucht, ob den Merkur kleinere Trabanten umkreisen. Der Planet hat keine bekannten Monde. Himmelskörper mit mehr als ein paar Kilometern Durchmesser hätte man schon entdecken müssen - doch möglicherweise hat er kleinere Begleiter. Um diese zu finden, fotografiert "Messenger" dieselben Himmelsbereiche in wechselnden Intervallen und mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. So müssten auch kleinere Brocken irgendwann auffallen.

Die Nasa hatte angekündigt, dass "Cassini" und "Messenger" am 19. Juli die Erde fotografieren würden. Unter dem Motto "Wave at Saturn" konnten Menschen der Nasa wiederum Fotos schicken, wie sie an dem Tag in Richtung Saturn winken.

wbr

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insgesamt 31 Beiträge
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1. naja...
hulululu 23.07.2013
bin ja sehr an sowas interessiert aber man sieht echt nur 2 Punkte...
2. 2 Punkte
hermanngaul 23.07.2013
Zitat von hulululubin ja sehr an sowas interessiert aber man sieht echt nur 2 Punkte...
haben Sie erwartet, sich am Frühstückstisch wiederzuerkennen? Ich finds faszinierend...
3. Messenger, Cassini & Huygens
KingTut 23.07.2013
Zitat von hermanngaulhaben Sie erwartet, sich am Frühstückstisch wiederzuerkennen? Ich finds faszinierend...
Das sehe ich genau so. Wir leben in einem goldenen Zeitalter der astronomischen Entdeckungen wovon die Menschen selbst vor hundert Jahren noch träumen konnten. Ich bin dankbar, in dieser Zeit zu leben. Die Missionen der Raumsonden Cassini und Messenger haben - neben den tollen, spektakulären Bildern dieses Artikels - uns weitere wichtige Erkenntnisse über ihre jeweiligen Beobachtungsobjekte geliefert. So erhielten wir dank der an die Cassini-Sonde angedockten Raumsonde Huygens nach ihrer Landung auf dem Saturnmond Titan spektakuläre Bilder von dessen Oberfläche und wertvolle Messergebnisse; insbesondere wurden auch dort, wie vielerorts im Weltraum, die Bausteine des Lebens, also Aminosäuren, nachgewiesen. Dank Messenger wissen wir, dass der Merkur vermutlich durch eine gigantische Katastrophe seine Kruste fast vollständig verloren hat, so dass jetzt nur noch der kompakte Eisenkern übrig ist. Danke an SPON, dass Ihr uns regelmäßig mit astronomischen Highlights versorgt. Macht bitte weiter so :-)
4. Jedem das Seine!
querulant_99 23.07.2013
Zitat von hulululubin ja sehr an sowas interessiert aber man sieht echt nur 2 Punkte...
Der Eine ist eben von zwei kleinen Punkten begeistert und der Andere von dem kleinen britischen Thronfolger, der so klein ist, dass man ihn noch nicht einmal auf einem der Punkte indentifizieren kann.
5.
Zaunsfeld 23.07.2013
Zitat von hulululubin ja sehr an sowas interessiert aber man sieht echt nur 2 Punkte...
Stimmt. Ich hab auch gehofft, dass ich zumindest meinen neuen Gartenteich auf den Bildern erkennen kann ...
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