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Saturnmond Titan: Meer aus Methan erwacht zum Sommer

Wellen auf Titan: Nordmeer aus Methan erwacht zum Sommer Fotos
dpa

Der Mond Titan ähnelt der Erde, der Saturnbegleiter ist neben unserem Planeten das einzige Objekt im Sonnensystem mit einem Flüssigkeitskreislauf. Jetzt hat Raumsonde "Cassini" auf dessen Nordmeer Anzeichen für Wellen oder andere dynamische Phänomene erspäht.

Ithaca/London - Der Saturnmond Titan ist für Astronomen und Geologen besonders interessant, hat er doch mit der Erde einiges gemeinsam. Beide haben Seen und Meere an der Oberfläche - nur die Flüssigkeiten darin unterscheiden sich: Auf der Erde ist es Wasser, auf Titan ist es der Kohlenwasserstoff Methan.

Auf dem Nordmeer des Saturnmonds Titan hat die Raumsonde "Cassini" Anzeichen für Wellen oder andere dynamische Phänomene entdeckt. Dies seien die ersten Hinweise auf aktive Oberflächenprozesse im Norden des Mondes nach dem Beginn des Sommers dort, berichtet ein Team um Jason Hofgartner von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Bundesstaat New York) im britischen Fachblatt "Nature Geoscience". Möglicherweise zeige das Nordmeer auf Titan ähnliche jahreszeitliche Phänomene wie Seen auf der Erde.
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Rätselhafter Saturnmond: Giftige Seen, erdähnliche Formen

Saturns größter Mond Titan ist neben der Erde das einzige Objekt im Sonnensystem mit einem Flüssigkeitskreislauf. Allerdings schwappt statt Wasser flüssiges Methan in den Seen und Meeren auf Titan. Die US-europäische Raumsonde "Cassini" hatte auf der Südhalbkugel und am Äquator des Mondes Oberflächenveränderungen wie wandernde Küstenlinien beobachtet. Im Norden von Titan, wo bis 2009 Winter herrschte, fehlten solche Nachweise bislang. 2017 wird auf der Nordhalbkugel von Titan Hochsommer sein.

Auf "Cassini"-Radaraufnahmen von Titans Nordmeer, Ligeia Mare, aus dem Juli 2013 stießen die Forscher um Hofgartner nun auf helle Merkmale, die auf älteren und neueren Bildern nicht zu sehen sind. Sie könnten von Wellen stammen, da mit wärmeren Temperaturen auch die Windgeschwindigkeiten zunehmen dürften, schreiben die Forscher.

Andere Erklärungen seien aufsteigende Gasblasen oder schwimmende Objekte aus Verbindungen wie Polyethin, die im Winter im Nordmeer eingefroren waren und mit den wärmeren Temperaturen nun auftauchten. Insgesamt legten die Phänomene nahe, dass die Meere auf Titan durch die Jahreszeiten ähnlichen Änderungen unterworfen seien wie Seen auf der Erde.

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1. Interessant
Tu-154 22.06.2014
Zitat von sysopdpaDer Mond Titan ähnelt der Erde, der Saturnbegleiter ist neben unserem Planeten das einzige Objekt im Sonnensystem mit einem Flüssigkeitskreislauf. Jetzt hat Raumsonde "Cassini" auf dessen Nordmeer Anzeichen für Wellen oder andere dynamische Phänomene erspäht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/saturnmond-titan-raumsonde-cassini-entdeckt-anzeichen-fuer-wellen-a-976719.html
Ich finde diesen Mond sehr interessant. Noch ist es etwas zu kalt dort, um mehr als primitives Leben hervorzubringen, aber wenn die Sonne immer heißer wird, blüht es dort sicher.
2. Ja interessant ;)
Sentor 22.06.2014
@ Tu-154 EditierenIch frage mich immer, wie naiv und leider extrem ungebildet man sein muss, um solche Kometare zu verfassen. Die Person muss keine Ahnung von der Strukturformel von Methan sowie der chemischen Verbindung sowie Eigenschaften, biotisch, Tripelpunkt (Thermodynamik), dem Methankreislauf (analog zum Wasserkreislauf auf der Erde). Umlaufbahnen Größe, Masse und Albedo Rotation, Magnetfeld (Silikatgestein, weshalb das Magnetfeld schwach ist). Die Exzentrizität der Titan-Bahn. Gefrierpunkterniedrigung, (aus Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff wird Methan und Wasser) Haben. Und dabei Karatze ich erst am Methan-Eisberg ... Ich bin jetzt 32 Jahre alt, aber die einfachen Zusammenhänge habe ich mit 12 Jahren schon verstanden. Ich habe keine Ahnung, wie man so blind durch das Leben gehen kann. “Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.“ LG Sentor
3. super!
quakiutel 23.06.2014
Dann können wir dann auf dem Weg ins weite All dort Methan tanken!
4. woher kommt das Methan?
juergenwolfgang 23.06.2014
Zitat von sysopdpaDer Mond Titan ähnelt der Erde, der Saturnbegleiter ist neben unserem Planeten das einzige Objekt im Sonnensystem mit einem Flüssigkeitskreislauf. Jetzt hat Raumsonde "Cassini" auf dessen Nordmeer Anzeichen für Wellen oder andere dynamische Phänomene erspäht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/saturnmond-titan-raumsonde-cassini-entdeckt-anzeichen-fuer-wellen-a-976719.html
Darf ich fragen? Auf der Erde wird Methangas in Verbindung mit organischer Herkunft in Verbindung gebracht. Methan soll auch der Vorgänger des Erdöls gewesen sein... oder?? Woher kommt das Methan auf dem Titan? Haben dort auch mal Fossile Tierchen gelebt?
5.
mindphuk 23.06.2014
Zitat von Sentor@ Tu-154 EditierenIch frage mich immer, wie naiv und leider extrem ungebildet man sein muss, um solche Kometare zu verfassen. Die Person muss keine Ahnung von der Strukturformel von Methan sowie der chemischen Verbindung sowie Eigenschaften, biotisch, Tripelpunkt (Thermodynamik), dem Methankreislauf (analog zum Wasserkreislauf auf der Erde). Umlaufbahnen Größe, Masse und Albedo Rotation, Magnetfeld (Silikatgestein, weshalb das Magnetfeld schwach ist). Die Exzentrizität der Titan-Bahn. Gefrierpunkterniedrigung, (aus Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff wird Methan und Wasser) Haben. Und dabei Karatze ich erst am Methan-Eisberg ... Ich bin jetzt 32 Jahre alt, aber die einfachen Zusammenhänge habe ich mit 12 Jahren schon verstanden. Ich habe keine Ahnung, wie man so blind durch das Leben gehen kann. “Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.“ LG Sentor
Wow du bist ja so kluk (sic!) weißt mit 32 Jahren schon so viel, bist aber nicht einmal in der Lage, einen halbwegs lesbaren Beitrag zu verfassen und musst dich mit fremden Federn schmücken, indem du ein - hier völlig fehlplatziertes - Zitat von Einstein ohne Quellenangabe abgibst.
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