Am 26. Oktober konnte man etwas wehmütig darüber sinnieren, dass sich weder unter der Crew der Internationalen Raumstation ISS noch unter den drei Neuankömmlingen im "Sojus"-Transporter ein deutscher Astronaut befand. Wäre dies der Fall gewesen, hätte vielleicht der freudige Ausruf "Ein Klavier, ein Klavier!" hoch oben im Erdorbit erklungen, in Erinnerung an den 2011 verstorbenen Loriot und die 2007 verstorbene Evelyn Hamann.
Denn die russische "Sojus" brachte diesmal nicht nur drei Raumfahrer und Vorräte zur ISS. Die Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin und der US-amerikanische Astronaut Kevin Ford haben ihre Weihnachtsgeschenke gleich mitgebracht - und ein elektronisches Mini-Klavier. Für die drei Crew-Mitglieder, die schon an Bord der ISS waren, gibt es allerdings keine Lieferung weihnachtlicher Präsente. Der Japaner Akihiko Hoshide, die US- Amerikanerin Sunita Williams und der Russe Juri Malentschenko verlassen die Raumstation im November wieder Richtung Erde.
Das von Bord der Raumstation aus aufgenommene Foto entstand bereits am 23. Oktober. Es zeigt die Schwaden, die die aufsteigende Rakete in der Atmosphäre hinterlassen hat. Warum diese im Zickzack verlaufen, erklärt die US-Weltraumbehörde Nasa, die das Bild veröffentlicht hat: Die Rakete hat mit dem "Sojus"-Transporter bei ihrem Flug, der sie in rund 400 Kilometer Höhe bringt, mehrere Atmosphärenschichten durchquert - von der Troposphäre bis zur sogenannten Thermosphäre. In den verschiedenen Höhenlagen wehen Winde in unterschiedliche Richtungen, sie verteilen die Abgase der Rakete.
wbr
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