Sojus-Rakete gestartet: Drei Raumfahrer machen ISS-Crew komplett

Erfolgreicher Start in der kasachischen Steppe: Der russische Raumtransporter Sojus TMA-03M ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. An Bord sind drei Weltraumveteranen, die dort schon sehnsüchtig erwartet werden.

Sojus TMA-03M beim Start: Drei Männer mit All-Erfahrung an Bord Zur Großansicht
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Sojus TMA-03M beim Start: Drei Männer mit All-Erfahrung an Bord

Baikonur - Aus drei mach sechs: Mit den Raumfahrern Oleg Kononenko (Russland), Donald Pettit (USA) und André Kuipers (Niederlande) soll die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) wieder vollständig werden. Am Mittwochnachmittag ist das Trio mit dem russischen Sojus TMA-03M-Transporter ins All gestartet.

Beim Start vom Kosmodrom im kasachischen Baikonur sei alles glattgegangen, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit. Für Kuipers ist es der zweite Raumflug, nachdem er bereits im April 2004 neun Tage auf der ISS verbracht hatte. Auch seine beiden Kollegen haben schon All-Erfahrung: Kononenko war von April bis Oktober 2008 auf der Station, Pettit vom November 2002 bis Mai 2003 und noch einmal im November 2008.

Die drei Männer werden bereits im Orbit erwartet. Auf der ISS halten derzeit die Russen Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin zusammen mit ihrem US-Kollegen Dan Burbank allein die Stellung. Nach Ankunft der Sojus-Kapsel am Freitag ist die Soll-Stärke von sechs Mann Besatzung dann wieder hergestellt.

Am Dienstag gab es für die ISS ein Jubiläum. An diesem Tag hat die Station die Erde zum 75.000. Mal umrundet. Um 15.40 Uhr mitteleuropäischer Zeit vollendete das Weltraumlabor die historische Erdumkreisung, wie das Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau mitteilte.

An dem bedeutendsten wissenschaftlich-technischen Projekt der Gegenwart sind 14 Staaten beteiligt, darunter neben den USA, Russland, Kanada und Japan auch Deutschland im Rahmen der Europäischen Weltraumorganisation Esa. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS ständig bemannt. In dieser Zeit haben dort dem russischen Kontrollzentrum zufolge 204 Raumfahrer aus 15 Ländern gearbeitet und geforscht. Aus Deutschland waren Thomas Reiter und Hans Schlegel dabei. Als nächster Deutscher soll der Geophysiker Alexander Gerst im Jahr 2014 ins All fliegen.

Die Gesamtmasse der ISS, die sich mit ihrem guten Dutzend Modulen über eine Fläche von 110 mal 100 mal 30 Meter erstreckt, beträgt derzeit knapp 400 Tonnen. Nach der Einstellung des US-Shuttle-Programms im Sommer kommen Raumfahrer ausschließlich mit russischen Sojus-Raumschiffen zur Station, die noch mindestens bis zum Jahr 2020 betrieben werden soll.

chs/dapd

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