Mars-Mission Sonde "Maven" erfolgreich gestartet

Die US-Sonde "Maven" ist auf dem Weg zum Mars. Zehn Monate wird ihre Reise dauern. Anschließend soll sie ein Jahr lang erforschen, warum es kein Leben auf dem Roten Planeten gibt.

DPA/ NASA

Die Forschungssonde "Maven" ist auf dem Weg zum Mars. Die rund elf Meter lange und inklusive Treibstoff mehr als 2500 Kilogramm schwere Sonde ist am Montagnachmittag (Ortszeit) an Bord einer unbemannten Atlas-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet.

Bei strahlendem Sonnenschein sei der Start reibungslos verlaufen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Rund eine Stunde danach trennte sich die Sonde von der Rakete.

"Maven" soll um den Roten Planeten kreisen und dessen Atmosphäre untersuchen. Von den Daten der rund 500 Millionen Euro teuren Mission erhoffen sich die Nasa-Forscher Erkenntnisse darüber, wie es dazu kam, dass sich auf dem Mars kein Leben entwickeln oder halten konnte.

"Nach zehn Jahren Entwicklungsarbeit an Missionskonzept und Komponenten ist es unglaublich aufregend, 'Maven' auf dem Weg zum Mars zu sehen", sagte Chefentwickler Bruce Jakosky.

In den nächsten vier Wochen wird "Maven" acht wissenschaftliche Instrumente testen. Nach insgesamt zehn Monaten Flugzeit soll die Sonde im September in der Mars-Atmosphäre ankommen und eine einjährige Forschungsmission beginnen. "Maven" ist die Abkürzung für "Mars Atmosphere and Volatile Evolution", zu Deutsch: "Entstehung der Atmosphäre und der flüchtigen Bestandteile des Mars".

Auf dem Mars rollen bereits Forschungsroboter "Curiosity" und sein Vorgänger "Opportunity", zudem kreisen mehrere Orbiter um den Planeten herum. "'Maven' schließt sich an die Orbiter und Rover an, die schon auf dem Mars sind, um noch eine weitere Facette des Roten Planeten zu erforschen und bemannte Missionen zum Mars bis etwa 2030 vorzubereiten", sagte Nasa-Chef Charles Bolden. "Diese Mission ist Teil eines integrierten, strategischen Forschungsprogramms, das die Mysterien des Sonnensystems aufdeckt, und es uns möglich macht, weiter entfernte Ziele zu erreichen."

kbl/dpa



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