Los Angeles - Auf der Sonne ist es am Dienstag zu einer gewaltigen Eruption gekommen - der größten seit fast fünf Jahren. Wissenschaftlern zufolge ereignete sich der Ausbruch auf der von der Erde abgewandten Seite des Sterns. Deswegen dürften die Auswirkungen auf Satelliten und Kommunikationssysteme auf der Erde gering bleiben.
Es habe Berichte über kurzzeitige Unterbrechungen bei Kurzwellen-Radios in Asien gegeben, sagte Joe Kunches vom Space Weather Prediction Center in Colorado. Die US-Wetterbehörde Noaa konnte die Eruption beim Sonnenfleck 1263 mit ihren "Goes"-Satelliten nachweisen. Bei der Nasa wurde der Ausbruch in der Kategorie X6 eingeordnet. Das heißt, er gehört zur größten Stärkeklasse.
Die Klassen heißen A, B, C, M und X - und jede von ihnen ist ihrerseits in eine Skala von 1 bis 9 aufgeteilt. Bei X können die Zahlenwerte sogar noch darüber liegen. Ab Klasse C sind Folgen auf der Erde möglich, bei einem Ausbruch der Klasse X könnten globale Blackouts drohen - wenn die Eruption in Richtung unseres Planeten zielt.
Die Sonne wechselt derzeit von einem ruhigen in einen aktiveren Zyklus. Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass es in den nächsten drei bis fünf Jahren eine Zunahme solcher Eruptionen geben wird. Zuletzt hatte die Erde im Juni einen kosmischen Streifschuss abbekommen.
chs/dapd
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