Objekt am Nachthimmel SpaceX löst Ufo-Alarm in Los Angeles aus

Auf den Highways hielten die Autos an, alle mussten das Ding knipsen: Am Himmel über Los Angeles war ein seltsamer Flugkörper samt Schweif zu sehen. Aber Ufo-Enthusiasten hatten sich zu früh gefreut.

REUTERS

Aufregung an der amerikanischen Westküste, auf den Highways stoppten die Autos, und die Fahrer stiegen aus, um diese sonderbare Erscheinung zu fotografieren: Am Freitag blitzte ein helles Objekt im Nachthimmel über der Metropole Los Angeles auf und zog eine spektakuläre Rauchwolke hinter sich her.

Spekulationen im Internet über ein außerirdisches Flugobjekt wurden zum Leidwesen aller Ufo-Enthusiasten rasch enttäuscht: Es handelte sich um einen Start einer "Falcon 9"-Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX.

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Flugobjekt über LA: Christkind? Ufo? Weder noch...

Die Rakete war vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien gestartet und auch in benachbarten Bundesstaaten wie Arizona sichtbar. SpaceX-Gründer Elon Musk nahm den Hype um das angeblich unidentifizierte Flugobjekt mit - naja - Humor und postete ein Video der Rakete auf Twitter. Es handele sich um ein "Nuclear alien UFO" aus Nordkorea, scherzte er. Da müssen seine PR-Experten wohl noch einmal nachschulen:

Auch der deutsche TV-Entertainer Thomas Gottschalk - der seinen US-Wohnsitz bekanntlich im kalifornischen Malibu hat - staunte, knipste und twitterte:

Vielleicht hätte SpaceX vorher Bescheid geben sollen, dass sie kurz nach Sonnenuntergang einen Raketenstart geplant hatten. Wie das Unternehmen am Samstag mitteilte, hatte der wiederverwendbare Raumtransporter zehn Kommunikationssatelliten an Bord. Zum vierten Mal bereits soll SpaceX bei dieser Mission Satelliten für das neue Kommunikationssystem Iridium Next auf einer erdnahen Umlaufbahn aussetzen.

Das US-Unternehmen Iridium will insgesamt 81 neue Satelliten ins All schicken, um sein weltweites Kommunikationsnetzwerk zu verbessern. SpaceX soll 75 der Satelliten ins All befördern. 40 sind nun bereits da. Die erste Stufe der "Falcon 9"-Rakete war schon bei einem Iridium-Start im Juni genutzt worden.

SpaceX will eine kostengünstige Alternative zu staatlichen Raumfahrtprogrammen bieten und hat bereits im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa die Internationale Weltraumstation ISS mit Nachschub versorgt. Kern des Programms ist die mehrfache Verwendbarkeit der Trägerraketen, die nach ihrem Einsatz im All wieder auf der Erde landen können.

oka/AFP/dpa



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a-cologne 23.12.2017
1.
Sieht auf jeden Fall beeindruckend aus. Und Überraschung Überraschung: die Aufnahmen sind von guter Qualität, nicht so wie bei vielen Möchtegern-UFO-Aufnahmen, bei den sich die Pixel zur Faustgröße ballen und alles mehr oder weniger verschwimmen lassen.
Neophyte 23.12.2017
2. Wäre es ein echtes UFO, wäre nicht darüber berichtet worden.
So wie zum Beispiel die Phoenix Lights in 1997 oder das UFO in der Türkei Kumburgaz.in 2009, oder das UFO in Jerusalem in 2011, Alles definitiv echte Sichtungen, die aber kaum ein Deutscher kennen dürfte. So lange die internationale Agenda lautet, die Menschen bewusst im Unklaren zu lassen mit Hilfe von geheimdienstlichen als auch militärischen Mitteln, so lange werden die Menschen wohl auch weiterhin nichts von der massiven außerirdischen Präsenz im Orbit und zum Teilen selbst auf der Erde erfahren.
queisser 23.12.2017
3. 17 SpaceX vs 5 Ariane Starts 2017
Im Gegensatz zum Tesla ist SpaceX ein richtiger Erfolg, der heute schon alle anderen Anbieter vor sich her treibt. Der Mann hat Visionen und solange er dabei die Welt nicht schlechter machen will, sollte man ihn das lassen.
rennerfra 23.12.2017
4. In den Aufnahmen ist noch viel mehr sichtbar...
... nämlich das Abtrennen der 1.Stufe der Falcon 9 - sichtbar an der Kugelwolke im Verlauf (Zeitpunkt) + dem anschliessenden Lichtpunkt im vorderen Teil des Schweifes, welcher mitwandert. In einer anderen Videosequenz sieht man, wie die 1.Stufe gut 3,5 min. später in der Atmosphäre verglüht (dieses Mal wurde die 1.Sufe nicht rückgeführt)
cosmose 23.12.2017
5.
Zitat von NeophyteSo wie zum Beispiel die Phoenix Lights in 1997 oder das UFO in der Türkei Kumburgaz.in 2009, oder das UFO in Jerusalem in 2011, Alles definitiv echte Sichtungen, die aber kaum ein Deutscher kennen dürfte. So lange die internationale Agenda lautet, die Menschen bewusst im Unklaren zu lassen mit Hilfe von geheimdienstlichen als auch militärischen Mitteln, so lange werden die Menschen wohl auch weiterhin nichts von der massiven außerirdischen Präsenz im Orbit und zum Teilen selbst auf der Erde erfahren.
Na, zu viel "Men in Black" geguckt die letzten Tage? Sicherlich wäre es arrogant zu glauben, wir wären alleine in unserem Sonnensystem. Sie glauben aber doch nicht wirklich, dass ein evtl. Alien-Besuch vertuscht werden könnte? Zu den von Ihnen zitierten Fällen findet man übrigens jede Menge Berichte im Internet. Von "nicht berichtet" kann also keine Rede sein. Blöd halt, dass die meisten Artikel eher davon berichten, dass Ihre "definitiv echten Sichtungen" vieles waren, aber nicht echt.
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