"Spitzer"-Weltraumteleskop Schönheit des Unsichtbaren

Seit 15 Jahren offenbart das Weltraumteleskop "Spitzer", wie ferne Planeten, Sterne und Galaxien im Infrarotbereich leuchten. Ein Jubiläum in Bildern.

REUTERS/ NASA/ JPL-Caltech

Ursprünglich war die Mission nur auf 2,5 Jahre angelegt, aber das "Spitzer"-Weltraumteleskop hat am Samstag bereits seinen 15. Jahrestag im All gefeiert. Das am 25. August 2003 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartete Infrarot-Teleskop der US-Weltraumbehörde Nasa hat unter anderem einen neuen Saturn-Ring erspäht und bei der Entdeckung von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems geholfen. Benannt ist es nach dem Astrophysiker Lyman Spitzer.

"In den 15 Jahren seines Betriebs hat 'Spitzer' unsere Augen für neue Sichtweisen auf das Universum geöffnet", sagte Nasa-Manager Paul Hertz. Tausende Wissenschaftler haben mit "Spitzer" bislang rund 106.000 Stunden lang das All beobachtet, die Daten daraus sind in mehr als 8000 wissenschaftliche Aufsätze eingegangen.

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15 Jahre "Spitzer"-Teleskop: Riesen-Ringe, ferne Planeten, glimmende Galaxien

Das Teleskop folgt der Erde auf ihrem Weg um die Sonne, ist aber mit der Zeit immer weiter zurückgefallen, was für Probleme mit den solarbetriebenen Batterien sorgt. Auch das Helium, das die Instrumente des Teleskops gekühlt hat, ist schon lange ausgegangen.

"'Spitzer' ist weiter von der Erde weg, als wir je dachten, dass es sein würde, während es noch in Betrieb ist", sagte Nasa-Manager Sean Carey. "Das stellt unsere Ingenieure vor große Herausforderungen." Die Forscher erwarten dennoch, dass "Spitzer" mindestens noch bis November 2019 in Betrieb bleiben kann.

wbr/dpa



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dbeck90 27.08.2018
1. Infrarotteleskope
Sind sehr teure Spielzeuge. Auch glaube ich, dass hier Fotosensoren verwendet worden sein müssen, nur Quantenchips geben eine solche Ausflösung in diesem Spektrum wieder. Was ich mich jedoch immernoch frage: Diese Chips müssen (mit Helium?) auf -170 grad gekühlt werden, um zu arbeiten. Wenn das Helium jedoch ausgegangen ist: Wie arbeitet das Teleskop dann?
frankzekert 27.08.2018
2. @dbeck90
Wenn das Kühlmittel verloren gegangen ist, war es das. Mit Helium kühlt man auf
varlex 27.08.2018
3.
Zitat von dbeck90Sind sehr teure Spielzeuge. Auch glaube ich, dass hier Fotosensoren verwendet worden sein müssen, nur Quantenchips geben eine solche Ausflösung in diesem Spektrum wieder. Was ich mich jedoch immernoch frage: Diese Chips müssen (mit Helium?) auf -170 grad gekühlt werden, um zu arbeiten. Wenn das Helium jedoch ausgegangen ist: Wie arbeitet das Teleskop dann?
Das Teleskop arbeitete bei 5,5K, bis ihm das Helium ausging. Danach erwärmte es sich und nur noch 2 der 4 Kameras waren noch aktiv. Für nähere Details ist der Wikiartikel eine gute Anlaufstation.
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