Washington - Langsam wird es ernst für den Nasa-Mars-Rover "Curiosity". In der kommenden Woche soll das fahrende Forschungslabor Gesteinsproben untersuchen, zunächst aber noch ohne den Bohrer an seinem ausfahrbaren Roboterarm. Die Vorbereitungen für die wissenschaftlichen Arbeiten laufen aber offenbar weitestgehend nach Plan.
"Wir sind glücklich und überrascht, wie gut es bisher läuft", sagt Mike Watkins vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, Kalifornien. "Nun sind wir bereit, mit der großen Wissenschaft zu beginnen." Der Mars-Rover war am 6. August gelandet. Die bisherigen Tests mit dem Gerät seien beinahe abgeschlossen und weitgehend erfolgreich gewesen, hieß es bei einer Pressekonferenz des JPL.
Inzwischen hat der Rover seine Landestelle schon mehr als hundert Meter hinter sich gelassen. Aktuelle Bilder der HiRISE-Kamera auf der Sonde Mars Reconnaissance Orbiter zeigen die Radabdrücke im Sand. Auch die Hinterlassenschaften des Weltraum-Autos sind zu sehen: Ein Bild zeigt die Reste von Fallschirm und Schutzhülle zum ersten Mal in Farbe.
"Curiosity" ist derzeit auf dem Weg zu einem Areal, das östlich der Landestelle liegt. Bei der Nasa firmiert es unter der Bezeichnung Glenelg - und ein Viertel des Weges dorthin ist bereits absolviert.
Nach den Tests sollen dann erste Steine gesammelt und teilweise bereits vor Ort untersucht werden. Erste Bohrungen im Marsgestein seien dagegen erst in etwa einem Monat geplant, hieß es bei der Nasa. Curiosity soll in der Landschaft des Gale Kraters nach geologischen Spuren von einstmals lebensfreundlichen Zeiten auf dem Mars suchen. Für eine direkte Suche nach simplen Lebensformen sind die Instrumente nicht ausgelegt.
chs/dpa
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