Sternschnuppen-Regen Achtung, die Perseiden kommen

Jedes Jahr im August entstehen besonders viele Sternschnuppen, weil die Erde eine Wolke winziger Teilchen kreuzt, die der Komet Swift-Tuttle zurückgelassen hat. Wo lässt sich das Phänomen diesmal am besten beobachten?

Sternschnuppen im August 2015 auf Fehmarn
DPA

Sternschnuppen im August 2015 auf Fehmarn


Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, das jährlich viele Himmelsgucker erfreut: Der Sternschnuppenregen, der entsteht, wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne eine Wolke kleiner Teilchen kreuzt. Dieses Jahr erwarten die Experten in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag (11. auf 12. August) besonders viele Sternschnuppen.

Es handelt sich um das Maximum der Perseiden, abgesplitterte Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle, wie Astronom Hans-Ulrich Keller aus Stuttgart erklärt.

Auch in den Nächten zuvor seien schon einige Lichtspuren zu sehen. Zum Maximum könnten es bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde werden. Zwischen 23.00 und 4.00 Uhr sei die beste Zeit, um sie zu beobachten.

Die Sternschnuppen erscheinen alljährlich im August. Dieses Mal sollen es besonders viele werden, da der Planet Jupiter "den Hauptteil des Stroms näher an die Erdbahn herangerückt hat", sagt Keller. Die Perseiden gehören nach seinen Worten mit 216.000 Kilometern pro Stunde zu den schnellsten Sternschnuppen. Sie heißen so, weil sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen.

Das Licht stammt indes von den Luftmolekülen der Erdatmosphäre: Die schnellen Teilchen aus dem All übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die erhitzt werden und Licht aussenden.

Am besten stehen die Sichtchancen der Wettervorhersage zufolge in West- und Norddeutschland. In einem Streifen vom Saarland über Köln bis zur Nord- und Ostseeküste würden für 2 Uhr nachts die wenigsten Wolken erwartet, erklärte der Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

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Sternschnuppen: Freie Sicht auf den Perseidenregen

joe/dpa



insgesamt 18 Beiträge
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Butenkieler 08.08.2016
1. Nachtsicht im Norden
Damit ist es in Norddeutschland so eine Sache. In und nahe bei großen Städten gibt es den sogannten Lichtersmog. Das heißt: wir können einen Nachtschwarzen Himmel und dem Sternschnuppen überhaupt nicht sehen. Also nur wo der Himmel wirklich stockfinster ist, kann man, wolkenlose Nacht vorrausgesetzt, überhaupt welche sehen.
NoBrainNoPain 08.08.2016
2. Äh,
in welche Richtung muss man schauen?
jhea 08.08.2016
3. Ach quak @1
Ich wohn in der Nähe von Hannover - also Norddeutschland - und ich kann dennoch alle Sternbilder gut sehen, und auch die lichtschwächeren Objekte, wie zB das 'Reiterlein' am Großen Wagen. (Damit sind Mizar (zweiter Stern an der Deichsel), Scheinbare Helligkeit 2,23 und Alkor (das Reiterlein) Scheinbare Helligkeit 3,99 gemeint). (Zum Vergleich, die Sonne hat Scheinbare Helligkeit -26 und der Vollmond von -16 - und mit bloßem Auge kann man Objekte bis SH 4 sehen.) Wenn man die schon sehen kann in der Nähe einer Großstadt sehen kann (nur ca 30 km außerhalb, mitten drin unter einer Lampe wird schwierig...) dann sind 170 Meteoriten pro Stunde auch kein Problem.
liberohyde 08.08.2016
4. @nobrainnopain
nach oben ;)
Phallus_Dei 08.08.2016
5.
Zitat von NoBrainNoPainin welche Richtung muss man schauen?
In Richtung des Sternbildes Perseus. Steht doch im Artikel.
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