Programm der US-Regierung Pentagon forschte jahrelang heimlich nach Ufos

Das Programm wurde zwar 2012 beendet - einige Geheimdienstmitarbeiter machten trotzdem weiter: Jahrelang hat die US-Regierung laut Medienberichten heimlich Millionen Dollar für die Suche nach Ufos ausgegeben.

AFP

Das Pentagon ist nach Medienberichten jahrelang in aller Stille Berichten über mysteriöse Flugobjekte oder Ufos nachgegangen. Die Aufwendungen für das "Advanced Aerospace Threat Identification Program" (Programm zur Identifizierung von Bedrohungen im Luft-und Weltraum) in Höhe von 22 Millionen Dollar pro Jahr seien jeweils im rund 600 Milliarden Dollar hohen Verteidigungshaushalt versteckt gewesen, berichteten "New York Times" und "Politico".

Demnach hat das US-Verteidigungsministerium die Existenz des 2007 ins Leben gerufenen Programms jetzt bestätigt, aber betont, dass es 2012 eingestellt worden sei. Man habe seinerzeit entschieden, dass es wichtigere Dinge gebe, in die man das Geld stecken könne, zitierten die Medien Ministeriumssprecherin Dana White.

Wie es weiter hieß, kam das Programm auf Initiative von Harry Reid aus Nevada zustande, dem damaligen demokratischen Mehrheitsführer im US-Senat. Er habe schon immer großes Interesse an Weltraumphänomenen gehabt.

Geleitet wurde das Programm von Luis Elizondo, einem militärischen Geheimdienstbeamten im Pentagon. Das meiste Geld sei an ein vom Milliardär Robert Bigelow betriebenes Forschungsunternehmen geflossen.

"Science-Fiction ist nun wissenschaftlicher Fakt"

Mit dem Geld habe Bigelows Firma unter anderem Gebäude in Las Vegas modifiziert, um darin Metalllegierungen und weitere Materialien zu lagern, von denen Elizondo und andere Auftragnehmer des Programms behaupten, dass sie von unidentifizierten Flugobjekten stammen. Zudem sollen Menschen auf physische Veränderungen untersucht worden sein, deren Kontakt mit solchen Fundstücken körperliche Effekte hervorgerufen haben soll.

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Fotos von Ufo-Sichtungen: Außerirdische zu Besuch

Noch 2009 war Reid überzeugt, das Programm habe so außergewöhnliche Entdeckungen gemacht, dass die Sicherheit erhöht werden müsse, um diese zu schützen. In einer Einsatzbesprechung im Pentagon desselben Jahres schrieb er: "Was wir bisher für Science-Fiction hielten ist nun wissenschaftlicher Fakt." Und: Die USA seien machtlos gegen einige der Technologien, die das Programm entdeckt hätte. Reids Gesuch wurde dennoch abgelehnt.

Pentagon-Video: Kampfjet filmt unbekanntes Flugobjekt

youtube/ Warrior Poet

Vor Kurzem sagte Reid in einem Interview zu diesem Thema: "Es ist mir nicht peinlich und es tut mir nicht leid, dass ich diese Sache auf die Beine gestellt habe. Ich habe etwas getan, das niemand zuvor getan hat."

701 Sichtungen blieben ungeklärt

Nicht ganz. Ein ähnliches Projekt gab es bereits in den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Von 1951 bis 1969 arbeitete ein Ermittlerteam des Geheimdienstes der US-Luftwaffe am "Projekt Blue Book". In dieser Zeit wurden rund 12.000 Sichtungen von unbekannten Flugobjekten gesammelt und untersucht. Die meisten ließen sich durch Sterne, Wolken, regulären Luftverkehr und Spionageflugzeuge erklären. 701 Sichtungen blieben ungeklärt.

Als das Projekt 1969 beendet wurde, sagte Robert C. Seamans Jr., damals ziviler Leiter US-Luftwaffe, das "Blue Book" könne "nicht länger gerechtfertigt werden, weder als Beitrag zur nationalen Sicherheit, noch durch das Interesse der Wissenschaft".

Bei dem 2012 offiziell beendeten Projekt haben der "New York Times" zufolge Mitarbeiter trotz des Finanzierungsstopps neben ihren anderen Pentagon-Aufgaben weiter Berichte über mysteriöse Flugobjekte untersucht, die ihnen von Militärangehörigen zur Kenntnis gebracht wurden. Pentagon-Mitarbeiter Elizondo sagte der "New York Times" vor Kurzem in einem Interview, er habe noch bis Oktober dieses Jahres weiter an dem Projekt gearbeitet. Mittlerweile hat Elizondo laut eigener Aussage aufgrund internen Gegenwinds gekündigt. In seinem Kündigungsschreiben fragte er: "Warum verwenden wir nicht mehr Zeit und Anstrengung auf dieses Thema?"

Die meisten Wissenschaftler, die sich mit dem Thema beschäftigen, haben darauf eine einfache Antwort. Selbst die Optimisten unter ihnen vermuten, es gäbe einige Tausend intelligente Zivilisationen in unserer Milchstraße. Klingt doch ganz gut. Doch selbst wenn eine dieser Zivilisationen ein Raumfahrtprogramm und Interesse daran hätte, nach intelligentem Leben zu fahnden - die Milchstraße ist unvorstellbar groß.

Mit ihren 100 bis 300 Milliarden Sternen hat sie einen Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren bei einer Dicke von 3000 Lichtjahren. Selbst bei ein paar Tausend schlauen Alien-Völkern, betrüge der mittlere Abstand zwischen zwei Zivilisation rund 1000 Lichtjahre.

Und dann gibt es ja auch noch die Skeptiker. Etwa den Geologen und Paläontologen Peter Ward und den Astronomen und Astrobiologen Donald Brownlee. Gemeinsam haben sie die Seltene-Erde-Hypothese begründet und sagen: Wir sind allein in unserer Milchstraße. Schlechte Voraussetzungen für einen Besuch aus dem All.

bma/rtr

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insgesamt 45 Beiträge
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Seite 1
bernhard.geisser 17.12.2017
1.
"Die meisten ließen sich durch Sterne, Wolken, regulären Luftverkehr und Spionageflugzeuge erklären. 701 Sichtungen blieben ungeklärt." Eine erhebliche Zahl der ungeklärter Sichtungen dürfte wohl auf das Konto von Störungen in der menschlichen Wahrnehmung gehen. Der Mensch ist keineswegs eine unfehlbares "Aufzeichungsgerät".
mhwse 17.12.2017
2. Bild 8 und die Tiefenschärfe ..
der Baum im Hintergrund ist unscharf - während das wohl hoch geworfene Objekt (ggf. war eine, auf der Abbildung unsichtbare Befestigung daran), im Vordergrund scharf abgebildet ist. Die Bilder entstanden interessanterweise in einer Zeit, als die Massenproduktion privater Kameras begann .. da wollte sich wohl der eine oder andere profilieren - was heute Youtube ist, war damals die schwarz-weiss Fotografie..
svetlana_borowka 17.12.2017
3. Gag!
Es gibt da im Netz momentan einen Gag: Trumps Präsidentschaft ist der ultimative Beweis, dass es keinen Beweis für Ufos gibt. Und alles wie Area 51 nicht außergewöhnliches ist. Zumindest nicht in den USA. Wäre es anders könnte Trump niemals seine Klappe darüber halten und hätte es schon längst getwittert.
writing-angel 17.12.2017
4. Nach den Gesetzen der Relativitätstheorie
sind die mittleren räumlichen und zeitlichen Distanzen zwischen geeigneten sonnenähnlichen Sternen mit Planetensystemen und ev. habitablen Exoplaneten dermaßen groß und letzlich unüberwindlich, dass eine Begegnung zwischen zwei hochenwickelten Zivilisationen nahezu ausgeschlossen ist. Ausgenommen, es gibt grundsätzlich eine Technologie von Raum- und Zeitkrümmung - wir kennen sie allerdings noch nicht. Vor der Expansion in den interstellaren Raum müssen die Grundlagen für ein langfristiges Überleben der Spezies Homo Sapiens geschaffen werden, eine Expansion des inneren Bewusstseinsraumes, der im Durchschnitt in der Bevölkerung zu 95% unerforscht, unbewusst und unentwickelt ist. Andernfalls werden wir uns selbst und viele weitere Arten und unserer biologische Lebensgrundlage in den nächsten ein- bis zweihundert Jahren für immer auslöschen und deshalb auf Nimmerwiedersehen verschwinden... Für diese Entwicklung der kollektiven Bewusstseins hin zu Friedfertigkeit sollte das Geld ausgegeben werden, sehr viel mehr als für die Suche nach Aliens.
KingTut 17.12.2017
5. 2 bis 300 Milliarden Sonnen
befinden sich nach aktuellem Forschungsstand alleine in unserer Milchstraße. Mittlerweile wissen wir auch, dass Planetensysteme keine Ausnahme, sondern die Regel sind. Die Zahl der Planeten dürfte deshalb die ein Billionengrenze überschreiten. Aus diesem Grund halte ich es für extrem unwahrscheinlich, dass nicht auch auf anderen Planeten Leben entstanden ist, auch höher entwickeltes. Sonnenstysteme entstehen und vergehen seit Milliarden Jahren, weshalb es durchaus möglich ist, dass uns Zivilisationen technologisch um Jahrmillionen voraus sind und interstellare Reisen durchführen können. Insofern ist es keine Fiktion, dass es Außerirdische geben MUSS. Ob sie bereits die Erde aufgesucht haben, weiß ich nicht. Vielleicht gibt es schon Beweise und werden nicht publik gemacht. Dass es in den Weiten unserer Milchstraße und darüber hinaus in geschätzten 100 Mrd. Galaxien im sichtbaren Universum intelligentes Leben gibt, ist sehr wahrscheinlich. Ich bin sicher, wir werden sie eines nicht allzu fernen Tages auch finden. Deshalb halte ich die Suche nach ihnen für gerechtfertigt, auch durch das Seti Projekt und viele Amateurastronomen, die immer wieder spektakuläre Entdeckungen machen.
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