Warnung von Astrophysiker Hawking Sprecht bloß nicht mit den Aliens!

Die Außerirdischen sind da draußen, darüber ist sich der an den Rollstuhl gefesselte Physiker Stephen Hawking sicher. Doch er warnt vor Euphorie: Die Menschheit solle sich besser still verhalten. Denn Aliens könnten uns Menschen allzu ähnlich sein - und kommen, um zu plündern und zu zerstören.

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Schwereloser Hawking: Der Physiker glaubt an Leben im All, aber nicht an freundliche Aliens
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Schwereloser Hawking: Der Physiker glaubt an Leben im All, aber nicht an freundliche Aliens


Stephen Hawking ist sich schon lange sicher, dass es im All noch mehr Leben gibt als nur das auf unserem kleinen Planeten Erde - wenn auch meist in kleinen, primitiven Formen. Jetzt aber bezog er erstmals deutlicher Stellung in einer Debatte, die den meisten Menschen vorkommen wird wie Science Fiction: Ja, bekennt Hawking nun, er glaube auch an die Möglichkeit intelligenten Lebens im All. Fraglich sei aber, ob wir uns wirklich wünschen sollten, dass diese Aliens von uns erfahren.

Damit nimmt Hawking eine Position in einem Streit ein, der seit Jahrzehnten in der Seti-Gemeinde schwelt - das Kürzel steht für Search for extraterrestial Intelligence. Ende 2006 brach der Konflikt auf, als in einem Vorwort zum renommierten Wissenschaftsmagazin "Nature" die Seti-Community dafür getadelt wurde, in ihrer Grundbegeisterung für die Suche nach außerirdischem Leben keine offene Debatte darüber zu führen, ob die Kommunikationsversuche auch ein Risiko für die Menschheit beinhalten.

Kurz darauf bezogen prominente Wissenschaftler Stellung. Alexander Zaitsev von der Russischen Wissenschaftsakademie warf ein, dass ein interstellarer Kontaktschluss wohl kaum möglich wäre, wenn alle Spezies nur ängstlich ins All lauschten. John Billingham, der einst das erstes ET-Suchprogramm der Nasa geleitet hatte, zog sich im Protest aus einer international besetzten Studiengruppe zurück, um auf mögliche Risiken aufmerksam zu machen: Menschen versuchten, Aliens kommunikativ zu erreichen, ohne zu wissen, was die für Intentionen hätten.

Seitdem kocht der Streit zwischen der sogenannten aktiven Seti, die Rufe ins All schickt, und der passiven Seti, die nur lauscht, kräftiger denn je. Inzwischen dreht sich die Debatte auch darum, wer eigentlich ein Mandat habe, darüber zu entscheiden, was für Informationen überhaupt ins All geschickt werden.

Am besten keine, sagt nun der Mann, dessen Wort enormes Gewicht hat: Stephen Hawking gilt als eines der wenigen lebenden Genies unserer Tage. Besonders populär ist er nicht nur wegen seiner wissenschaftlichen Meriten, sondern weil er sich auch nie scheut, diese so verständlich wie möglich auch seinem Laienpublikum zu erklären.

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Bilanz: 50 Jahre Alien-Suche
In einer neuen TV-Produktion für den "Discovery Channel" von und mit Stephen Hawking erklärt der Wissenschaftler seine Sicht auf das Leben in den Weiten des Alls - und warnt eindringlich vor dem Kontakt mit intelligenten Lebensformen, berichtet der "Sunday Telegraph". Das meiste dort draußen sei zwar Kleinkram, Mikroben und einfache Tierchen, also solche Lebewesen, wie sie die Biosphäre auch den längsten Teil der Geschichte unseres Planeten dominierten. Gebe es aber auch intelligentes Leben, dann wäre das für die Erde eine existentielle Bedrohung, glaubt der hochdekorierte Wissenschaftler.

Solche Aliens könnten über die Erde herfallen, sich ihrer Ressourcen bemächtigen, und wenn der Planet ausgelaugt sei, würden sie weiterziehen. Hawking schließt das aus der Betrachtung unserer eigenen Art: "Wir müssen nur auf uns selbst schauen, um zu sehen, wie sich aus intelligentem Leben etwas entwickelt, dem wir lieber nicht begegnen möchten." Fortschrittliche Aliens würden wohl ein nomadenhaftes Leben führen und versuchen, alle Planeten zu erobern und zu kolonisieren, die sie finden können.

Wir senden sehr viel Stuss - und haben bisher keine Antwort

Darum sei es wohl "ein wenig zu gefährlich", den Kontakt zu suchen. Kämen die Außerirdischen, wäre der Effekt in etwa so, wie die Landung von Christoph Columbus in Amerika - "und die ist den amerikanischen Ureinwohnern auch nicht bekommen", so Hawking.

Ähnliche Befürchtungen äußerte Anfang März bei einer Ufo-Tagung in Kalifornien Albert Harrison, Professor für Sozialpsychologie an der University of California. Harrison sagte, beim Versuch der Kontaktaufnahme werde zu viel Stuss in den Weltraum gesendet, darunter Promi-Bilder, Werbespots und Liebesbriefe an Rockstars.

Wer so etwas schicke, müsse aufpassen, welches Bild er von sich zeichne. "Vielleicht empfinden sie uns als Bedrohung", warnt Harrison. Im Fall eines militärischen Konflikt wären uns die Aliens dann sicher überlegen, denn: Wer eine Reise bis zur Erde schafft, der ist den Menschen technisch zwangsläufig weit voraus.

Der an den Rollstuhl gefesselte ehemalige Cambridge-Professor Hawking ist eine lebende Legende unter Astronomen und Physikern. Zugleich ist er Autor der Bücher "Eine kurze Geschichte der Zeit" und "Das Universum in der Nussschale", aber auch ein Idol der Ufo-Gläubigen und Alienfreunde, denn er glaubte schon an außerirdische Lebensformen, als noch keine erdähnlichen Planeten gefunden worden waren.

Das hat sich seit der Entdeckung von PSR 1257+12 b im Jahr 1992 gründlich geändert. Derzeit sind rund 450 sogenannte Exoplaneten - Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems - bekannt. Die meisten davon sind nur indirekt nachzuweisen, da die Distanzen zu groß sind, um sie mit Teleskopen beobachten zu können: Planeten senden selbst kein Licht aus, sondern reflektieren nur das Licht ihrer Heimatsterne, neben denen sie extrem schwierig auszumachen sind. Was man allerdings feststellen kann, sind beispielsweise regelmäßige Lichtschwankungen von Sternen, die sich ergeben, wenn Planeten auf ihrer Kreisbahn ihr Muttergestirn teilweise verdecken.

Die Zahlen sprechen für Aliens

Hawking sagt, außerirdisches Leben existiere mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Es gebe hundert Milliarden Galaxien und darin Hunderte Millionen Sterne, die schiere Zahl alleine lasse es völlig logisch erscheinen, dass es Aliens gebe. Hawking folgt damit der quantitativen Argumentation des verstorbenen US-Astronomen Carl Sagan, der als geistiger Vater des Seti-Projektes gilt. Sein mit Jodie Foster verfilmter Roman "Contact" beschreibt eine idealisierte Vision, wie ein aktives Seti-Projekt einst ausgehen könnte: Durch einen Kontaktschluss mit väterlich-wohlmeinenden Wesen - eine fast messianische Erwartung.

Die teilt der Pragmatiker Hawking nicht. Die wahre Herausforderung sei es, herauszufinden, wie Außerirdische wohl so seien.

Bislang läuft die Kontaktsuche nicht sonderlich erfolgreich: Seit 50 Jahren lauscht das Seti-Projekt, ob es in den dunklen Weiten wohl intelligentem Leben mit dem Willen zur Kontaktaufnahme gibt. Ergebnis bisher: keine Nachricht von E.T.

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DivByZero 26.04.2010
1. Sie sind längst da!
Die Außerirdischen sind längst da und halten sich in unserem Sonnensystem auf - allerdings nicht sichtbar für irdische Augen, weil sie nicht so gefesselt sind an die 3. Dimension, wie wir. Sie leben normalerweise in einer höheren Dimension und enttarnen sich aber gelegentlich. Dann wird von UFO-Sichtungen gesprochen. Tja, schade, dass auch solche Wissenschaftler wie Hawkings so eingeengt in ihrer Wahrnehmung sind. Es wäre ein Segen für die Öffentlichkeit, wenn solche "Autoritätspersonen" weiter sehen könnten, hinter das, was offensichtlich ist (sollte man eigentlich von Physikern erwarten können...). Aber es scheint eine ganz besondere Gabe zu sein, über die Beschränkungen von 3D hinausblicken zu können. Übrigens scheint das Volk schon weiter zu sein als die Herrschaften von SETI z.B. (die im Übrigen an der völlig falschen Stelle suchen: ETs kommunizieren gar nicht mit elektromagnetischen Wellen, sondern mit Gravitationswellen). In einer Umfrage auf "Welt online" bekennen sich rund 80% zu der Existenz von ETs.
Rumpelstilz 26.04.2010
2. Aliens
Moin Gemeinde, sie sind längst unter uns. Sitzen in Banken und Regierungen. Wir nennen sie aber nicht Außerirdische, sondern Elite.
fleshman 26.04.2010
3. Zitate...
Wenn schon Zitate dann bitte richtig... "Eine kleine Geschichte der Zeit" heisst "Eine KURZE Geschichte der Zeit" und "Das Universum in einer Nußschale" heißt (zumindest in der deutschen Übersetzung) "Das Universum in DER Nußschale". Was soll man von Artikeln halten in denen nicht einmal wirklich bekannte Bücher richtig zitiert sind?
Roque Spiegel 26.04.2010
4. *
Zitat von fleshmanWenn schon Zitate dann bitte richtig... "Eine kleine Geschichte der Zeit" heisst "Eine KURZE Geschichte der Zeit" und "Das Universum in einer Nußschale" heißt (zumindest in der deutschen Übersetzung) "Das Universum in DER Nußschale". Was soll man von Artikeln halten in denen nicht einmal wirklich bekannte Bücher richtig zitiert sind?
Nun ja, da bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite ist so etwas ein Indiz, dass der Autor nicht Google o.ä. zur Recherche verwendet hat, sondern sich mit dem Thema gut genug auskannte um ihn "aus dem Kopf" zu schreiben. Auf der anderen Seite ist es dann natürlich schon ein fader Beigeschmack, wenn er ihn zwar aus dem Kopf - nicht aber korrekt geschrieben hat. Was die Außerirdischen angeht - sofern sie wirklich existieren sollten - bin ich da Stephen Hawkings Meinung: Wenn man die Chance dass etwaige Außerirdische uns einfach nur wohlgesonnen sind auf 50 % beziffert, dann ist mir eine Kontaktaufnahme (in unserem derzeitigen Zustand) immernoch zu gefährlich. Was echte Menschen wie meinen neu eingezogenen Nachbarn angeht bin ich da nicht so misstrauisch - weil ich bei dessen feindseeligem oder gar gefährdenden Verhalten immer noch den Staat zu Hilfe rufen könnte. Das würde uns bei einer außerirdischen Übermacht allerdings recht schwer fallen.
pittinger 26.04.2010
5. Aliens
Zitat von RumpelstilzMoin Gemeinde, sie sind längst unter uns. Sitzen in Banken und Regierungen. Wir nennen sie aber nicht Außerirdische, sondern Elite.
Der Meinung kann ich mich nur anschliessen! Denn intelligente Aliens wären nicht so dumm sich zu erkennen zugeben. So ist es viel einfacher als mit einem eventuell alles zerstörenden Krieg. Wenn man bedenkt, dass die technologische Entwicklung in den letzten Jahrzehnten dermaßen vorangeschritten ist. Außerdem ist für intelligente Wesen Assimilation viel logischer als offener Konflikt.
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