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Webcam im All: Raumstation ISS zeigt Erde im Live-Stream

Live-Video aus dem All: Die ISS-Webcam Fotos
NASA

Die Internationale Raumstation ISS filmt rund um die Uhr die Erde. Vier handelsübliche Kameras liefern die Live-Aufnahmen, die sofort zur Erde gefunkt und im Internet gezeigt werden.

Wer die Erde gern aus der Perspektive eines Astronauten beobachten will, kann dies jetzt über vier Videokameras an Bord der Internationalen Raumstation ISS tun. Für das Experiment "High Definition Earth Viewing" (HDEV) hat die Nasa vier handelsübliche HD-Videokameras in eine Box montiert, die am Columbus-Modul der Raumstation befestigt ist.

Eine Kamera ist nach vorn gerichtet, eine senkrecht nach unten, zwei blicken nach hinten. Der Videostream zeigt zyklisch Aufnahmen aller vier Kameras. Es gibt damit nun eine Webcam, die theoretisch rund um die Uhr Live-Bilder der Erde zeigt. Allerdings scheint es noch einige technische Probleme zu geben. Am Montagvormittag beispielsweise bestand der Stream nur aus einem grauen oder blauen Bild, obwohl die Raumstation zu diesem Zeitpunkt über dem taghellen Südeuropa unterwegs war. Zu hören war lediglich der Audio-Livestream der Raumstation ISS mit dem Funkverkehr zur Erde.

Die Bilder der Kameras werden nicht auf der ISS gespeichert - sondern direkt zur Erde gefunkt und dann live im Internet ausgestrahlt. Die vier Kameras ähneln einfachen Webcams: Man kann sie weder schwenken noch damit zoomen.

Härtetest für die Technik

Wo sich die ISS gerade befindet, wird auf dieser Esa-Webseite angezeigt - so kann man leicht herausfinden, wann die Raumstation über Regionen unterwegs ist, die von der Sonne beschienen werden. Sollte unterhalb der Station gerade Nacht sein, muss man nicht allzu lange warten. Bei einer Geschwindigkeit von 27.000 Kilometern pro Stunde umrundet die ISS die Erde in etwas mehr als 90 Minuten.

Bei dem vom Johnson Space Center in Houston Texas durchgeführten Experiment wollen Wissenschaftler herausfinden, wie gut und wie lange handelsübliche Kameras unter den extremen Bedingungen im All funktionieren. Das Projekt läuft bis zum Oktober 2015. Es könnte auch helfen, durch den Einsatz günstiger Hardware Geld bei künftigen Missionen zu sparen.

Die Kameras stecken in einem Gehäuse, das mit Stickstoff gefüllt ist und in dem Druckverhältnisse wie auf der Erde herrschen. Eine zusätzliche Wärmedämmung soll die Elektronik vor allzu großer Kälte schützen. Die Wissenschaftler sind gespannt darauf, wie die Elektronik mit der starken Strahlung im All zurechtkommt. Regelmäßig wollen sie Bilder der Kameras mit früheren Aufnahmen vergleichen, um etwaige Veränderungen zu erkennen.

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hda

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Voll der Fake
FreeWorldLeader 11.05.2014
Habt ihr mal die Position der ISS auf der HP der ESA oder mit der App ISS Spoter mit den hier gezeigten angeblichen "Live Bildern" verglichen. Mhmmm ist doch merkwürdig. Genau wo die ISS über der Ukraine war laut ESA und ISS Spoter wurde hier die ganze Zeit eine Wasserfläche gezeigt. Ja nee is klar....
2.
derien 11.05.2014
shades of grey
3. Es geht kaum schöner!
axelschnell 11.05.2014
Ich kann mir kaum einen schönere Art vorstellen, Steuergelder auszugeben. Super!
4. Grau
sototh 11.05.2014
Zitat von derienshades of grey
Ja, es hakelt noch etwas. Zitat von dieser Seite (http://eol.jsc.nasa.gov/HDEV/): "Black Scenes = Night side of the Earth; Gray Scenes = Switching to the next camera, or the communications downlink from the ISS in not available at the moment." Aber wenn was zu sehen ist - sehr beeindruckend.
5. viel Grau
j.rueping 12.05.2014
Sehr beeindruckend, wenn Bilder übertragen werden. Leider scheinen bereits 50% der Cameras ausgefallen zu sein. Die Positionsangaben der ISS sollten auch noch besser angepasst werden. Ansonsten ein hochinteressantes Projekt.
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