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19. August 2013, 14:44 Uhr

Panne

Leck verhindert Start von Indiens Rakete

Das indische Weltraumprogramm kommt nicht in Gang: Nach zwei Abstürzen klappte auch der dritte Start einer GSLV-Trägerrakete nicht. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der bemannten All-Mission des Landes.

Erneuter Rückschlag für Indiens selbst entwickelten Raketenantrieb: Nach dem Absturz von zwei Trägerraketen für schwere Nutzlasten ist Indien auch im dritten Versuch mit dem Modell GSLV gescheitert. Der Start wurde am Montag kurz vor dem geplanten Abschuss wegen eines Lecks abgebrochen, wie die Indische Raumforschungsorganisation ISRO auf ihrer Homepage mitteilte. Die Trägerrakete für besonders schwere Satelliten besitzt einen Antrieb mit in Indien entwickelter Kühltechnologie.

Beim ersten Versuch im April 2010 war die GSLV-Trägerrakete abgestürzt, wenige Monate später explodierte sie kurz nach dem Start über dem Raumfahrtflughafen Sriharikota nördlich der südindischen Stadt Chennai. Indiens Wissenschaftler arbeiten schon seit mehr als 20 Jahren an dem Antrieb mit Kühltechnik.

Indien hat ein ambitioniertes Weltraumprogramm und bringt mit einem kleineren Raketentyp immer wieder erfolgreich Satelliten ins All. In diesem Jahr hat Indien auch einen ersten eigenen Navigationssatelliten ausgesetzt. Im Herbst soll eine Sonde zum Mars starten. Die GSLV-Rakete spielt eine zentrale Rolle in einer bemannten Weltraummission, die Indien eigentlich für 2016 geplant hatte.

boj/dpa

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