Panne Leck verhindert Start von Indiens Rakete

Das indische Weltraumprogramm kommt nicht in Gang: Nach zwei Abstürzen klappte auch der dritte Start einer GSLV-Trägerrakete nicht. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der bemannten All-Mission des Landes.

GSLV-D5-Rakete in Sriharikota: Leck verhindert Start
AFP

GSLV-D5-Rakete in Sriharikota: Leck verhindert Start


Erneuter Rückschlag für Indiens selbst entwickelten Raketenantrieb: Nach dem Absturz von zwei Trägerraketen für schwere Nutzlasten ist Indien auch im dritten Versuch mit dem Modell GSLV gescheitert. Der Start wurde am Montag kurz vor dem geplanten Abschuss wegen eines Lecks abgebrochen, wie die Indische Raumforschungsorganisation ISRO auf ihrer Homepage mitteilte. Die Trägerrakete für besonders schwere Satelliten besitzt einen Antrieb mit in Indien entwickelter Kühltechnologie.

Beim ersten Versuch im April 2010 war die GSLV-Trägerrakete abgestürzt, wenige Monate später explodierte sie kurz nach dem Start über dem Raumfahrtflughafen Sriharikota nördlich der südindischen Stadt Chennai. Indiens Wissenschaftler arbeiten schon seit mehr als 20 Jahren an dem Antrieb mit Kühltechnik.

Indien hat ein ambitioniertes Weltraumprogramm und bringt mit einem kleineren Raketentyp immer wieder erfolgreich Satelliten ins All. In diesem Jahr hat Indien auch einen ersten eigenen Navigationssatelliten ausgesetzt. Im Herbst soll eine Sonde zum Mars starten. Die GSLV-Rakete spielt eine zentrale Rolle in einer bemannten Weltraummission, die Indien eigentlich für 2016 geplant hatte.

boj/dpa



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insgesamt 24 Beiträge
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SPONU 19.08.2013
1. Es ist sehr schade...
...dass einzelne Nationen noch immer bzw. immer mehr vor sich hinwursteln statt ein weltweites Raumprogramm zu budgetieren um noch ambitioniertere Ziele zu erreichen.
JaguarCat 19.08.2013
2. Was denn nun?
Hat die Rakete wirklich beim Start "versagt", ist also auf dem Starttisch oder in geringer Höhe explodiert, wie es uns die Überschrift weismachen will, oder ist hier einfach nur ein Startversuch abgebrochen worden, wie es im Artikel zu stehen scheint?
Vorador83 19.08.2013
3. Wenn ich etwas gelernt habe,
beim Kerbal Space Program dann, dass alle Probleme durch mehr Booster oder mehr Struts behoben werden können...
jawasdenn 19.08.2013
4. Bemannte Raummissionen, Flugzeugträger usw.
Und im eigenen Land hat der Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu Wasser und Strom. Alles geht im Dreck und in der Korruption unter. Die "größte Demokratie der Erde" ist nur ein schlechter Scherz...
aucheinemeinung 19.08.2013
5. ins All, aber
ins All wollen sie, der Welt zeigen, dass sie auch was können und zuhause nicht mal in der Lage Lagerhäuser für Getreide zu errichten und das Getreide vergammelt unter Plastikplanen, die Bevölkerung hat nichts zu essen. Wie krank sind die Menschen nur!!???
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